Veröffentlicht in 1. Chronik, 2. Chronik, Einführung

Einführung zu den Chronik-Büchern

Die beiden Chronikbücher wurden wahrscheinlich von Esra geschrieben, als die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkehrten (um 430 v. Chr.). Durch die Vertreibung aus dem verheißenen Land war das Volk gedemütigt. Sie hatten ihren König (ihre Souveränität) und ihren Tempel verloren; alles lag in Trümmern. Der Fokus der Chroniken liegt darauf, dem entmutigten, desillusionierten Volk neue Hoffnung zu geben, ihren Glauben und ihre Identität als das von Gott auserwählte Volk zu erneuern. Die Menschen sollen aus der Geschichte lernen, dass Gott der Souverän ist und dass er sie immer noch liebt und einen großartigen Plan mit ihnen hat. Darum beginnt 1. Chronik bei Adam. Das Buch betont dessen Linie über Abraham und Juda, hin zu David. Dessen Geschichte als König wird ausführlich betrachtet. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk darauf, wie David sich um den Gottesdienst kümmerte: die Ordnung der Priester und Leviten; die Überführung der Bundeslade nach Jerusalem; der Tempelplatz und die Vorbereitung des Tempelbaus. Diese Geschichte geht weiter. In 2. Chronik wird die Zeit der auf David folgenden Könige beschrieben. Doch statt der Könige werden die Leviten als Bibellehrer des Volkes zu Hauptpersonen. Der Schlüssel zur Wiederherstellung der Identität, Hoffnung und Größe des Volkes Gottes ist, dass sie Gottes Wort studieren und es befolgen. Ein Leitvers dieses Studiums ist 1. Chronik 22,13: „Dann aber wird es dir gelingen, wenn du die Gebote und Rechte befolgst, die der HERR dem Mose für Israel geboten hat. Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!“