Veröffentlicht in Nehemia

Die gute Hand Gottes

Nehemia 2,1-10 (8b)

„Und der König gab sie mir, weil die gute Hand meines Gottes über mir war.“

Nehemia brauchte Gottes Gnade, um sein Anliegen vor den König zu bringen. Er wartete vier Monate, bis er Gottes Antwort bekam. Als Nehemia dem König sein konkretes Anliegen nannte, betete er während des Gesprächs zu dem Gott des Himmels. Er riskierte sein Leben, wenn er den König darum bat, seine frühere Entscheidung rückgängig zu machen. Auch stand die Zukunft Jerusalems auf dem Spiel, wenn er keine Reiseerlaubnis bekäme. Alles hing nun von der Gnade Gottes ab. Gott musste das Herz des Königs bewegen. Und er tat es! Erstaunlicherweise gefiel es dem König, seinen engsten Vertrauten reisen zu lassen. Nicht nur das. Er gab ihm auch Briefe an ausländische Statthalter mit, damit sie ihm sicheres Geleit und genügend Holz für den Wiederaufbau gewährten. Nehemia war auf dieses entscheidende Gespräch gut vorbereitet. Er hatte ausdauernd und von Herzen gebetet. Er bekam Weisheit, mit welchen Worten er das Herz des Königs für sein Anliegen bewegen könnte. Doch bei allem eigenen Dazutun musste letztendlich Gott den Weg für eine Reiseerlaubnis freimachen. Darum legte Nehemia nach seinem Sieg ein Glaubenszeugnis ab (8b). Durch diesen Abschnitt lernen wir, dass der eigentliche Sieg im Gebet errungen wird. Wir sollen beständig und von Herzen beten und dabei auf die Gnade Gottes hoffen.

Gebet: Gott des Himmels, nur deine gnädige Hand kann meinem Anliegen Erfolg schenken. Ich hoffe auf dich.

Ein Wort: Die gnädige Hand meines Gottes war über mir

Veröffentlicht in Einführung, Nehemia

Einführung zum Buch Nehemia

Nehemia 2,17

„Und ich sprach zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir sind, dass Jerusalem wüst liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, dass wir nicht weiter ein Gespött seien!“

Das Buch Nehemia steht am Ende der Reihe der Geschichtsbücher des Alten Testaments und ist ein historisches Dokument mit Verzeichnissen, Listen, Zitaten und Erlässen. Es berichtet von dem Wiederaufbau Jerusalems in den Jahren 445-433 v. Chr. In jener Zeit war der Jude Nehemia Mundschenk am persischen Königshof. Seine Stellung weist darauf hin, dass er ehrlich, vertrauenswürdig, intellektuell und emotional reif war. Als er von dem desolaten Zustand seiner Heimatstadt erfuhr, ließ er sich als Statthalter nach Jerusalem aussenden. Dort erwies er sich als großartiger Organisator und Reformer. Dass er den Wiederaufbau der Mauern Jerusalems in nur 52 Tagen fertigstellen konnte, ist eindrucksvoll. Er zeichnete sich dadurch aus, dass er ein Mann des Gebets war. Weil er betete, konnte er die verschreckte Bevölkerung ermutigen, sich furchtlos gegen die Feinde Israels zu stemmen. Durch das Studium des Buches Nehemia werden wir dazu ermutigt, die geistliche Ordnung sowohl in unserer Stadt als auch in unserem Herzen wieder aufzurichten. Es gibt immer wieder Anfechtungen, die uns furchtsam machen und uns lähmen. Aber Nehemia lehrt uns, zu beten und die notwendigen Schritte zu einer Erneuerung zu tun. Packen wir es an und stimmen mit Nehemia ein: „Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen!“