Veröffentlicht in Jona

Gottes Erbarmen

Jona 4,1-11 (11)

„… und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?“

Jona wurde sehr zornig, dass Gott Ninive nicht zerstörte, und wollte nicht, dass die Niniviten errettet würden. Er hatte kein Erbarmen für sie, weil er wusste, dass die Assyrer Israel später vernichten würden. Er wollte nicht, dass sie Gottes Gnade, Barmherzigkeit, Langmut und große Güte erfahren. Gott sorgte sich um Ninive. Sie nahmen Gottes Gnade williger an als Jona. Jonas Ärger und seine Enttäuschung über die Rettung Ninives war so groß, dass er lieber tot als lebendig sein wollte, und er meinte, mit Recht über Gottes Handeln zu zürnen. Er ließ sich östlich der Stadt nieder und wartete darauf, dass Gott die Stadt zerstören würde. Gott wollte ihm etwas zeigen, als er eine Staude wachsen ließ, die Jona vor der heißen Sonne schützen sollte. Darüber freute sich Jona sehr. Diese Staude kam durch Gottes Gnade, die er nicht verdient hatte. Dann sandte Gott einen Wurm, der die Staude stach, sodass sie verdorrte. Dies machte Jona ärgerlich, wozu er kein Recht hatte. Er durfte nicht über Gottes Erbarmen mit den sündigen Menschen in Ninive zürnen. Er hatte selbst auch Gottes Gnade erfahren. Der Verlust der Staude steht in keinem Verhältnis zum Untergang dieser großen Stadt. Gott möchte, dass alle Menschen umkehren und errettet werden.

Gebet: Herr, danke für dein Erbarmen und deine Gnade. Hilf mir, mich über andere zu erbarmen, wie du es tust.

Ein Wort: Gottes Erbarmen und Gnade sind so groß.

Veröffentlicht in Jona

Ninive kehrt um von seinem bösen Weg

Jona 3,1-10 (5)

„Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und riefen ein Fasten aus und zogen alle, Groß und Klein, den Sack zur Buße an.“

Das Wort Gottes geschah zum zweiten Mal zu Jona, dass er sich aufmachen und in die große Stadt Ninive gehen und predigen sollte, was Gott ihm sagen würde. Dieses Mal gehorchte Jona Gott, wenn auch widerwillig, und predigte, dass Ninive in vierzig Tagen untergehen würde. Da geschah etwas Unglaubliches. Die Niniviten nahmen diese Botschaft ernst, glaubten an Gott und riefen ein Fasten aus. Als Zeichen ihrer Reue zogen alle, Groß und Klein, aus allen sozialen Schichten, den Sack zur Buße an. Sie handelten aus großer Furcht vor dem drohenden Gericht. Als der König von Ninive Gottes Wort hörte, tat er Buße, legte seinen Purpur ab, hüllte sich in den Sack und setzte sich in die Asche. Er erließ den königlichen Befehl, dass jeder von seinem bösen Weg umkehren solle. Damit gab er die Sünde seines Volkes zu. Er hoffte, dass Gott gnädig sein und sich von seinem grimmigen Zorn abwenden würde. Dies war erstaunlich, da die Assyrer selbst so grausam waren und niemanden fürchteten. Sie bekehrten sich von ihrem bösen Weg. Gott reagierte auf ihre aufrichtige Buße, hatte Mitleid mit ihnen und verschonte sie, wie er vorher Jona verschont hatte. Gottes Gnade und Barmherzigkeit sind unverdient. Erst etwa 150 Jahre später wurde Ninive zerstört.

Gebet: Herr, danke für dein mächtiges Wort und deine Liebe zu den bußfertigen Sündern. Hilf mir, dein Wort anzunehmen, umzukehren und dir zu gehorchen.

Ein Wort: Kehre um von deinem bösen Weg!