Veröffentlicht in Esra

So bekennt nun vor dem HERRN

Esra 10,1-44 (11)

„So bekennt nun vor dem HERRN, dem Gott eurer Väter, und tut seinen Willen und scheidet euch von den Völkern des Landes und von den fremden Frauen.“

Esra war ein wahrer Priester. Er betete vor Gott für sein Volk mit Tränen und bekannte ihre Sünden. Viele im Volk sammelten sich um ihn, Männer, Frauen und Kinder. Als Esra betete, stand schließlich Schechanja auf und machte ihm und dem Volk einen Vorschlag. Sie sollten den Bund mit Gott erneuern und sich von allem (allen)

Gebet: trennen, was diesen Bund hinderte. Esra sollte dabei das Heft in die Hand nehmen. Drei Tage später gab es eine große Volksversammlung. Esra forderte das Volk auf, ihre Sünde zu bekennen und Frucht der Buße zu bringen. Es war aber nicht mit dieser Versammlung erledigt. Jeder Fall sollte konkret geprüft werden. Esra stellte ein Komitee zusammen. Drei Monate lang prüften sie die Fakten sorgfältig. Sie stellten fest, dass 17 Priester, 10 Leviten und 84 weitere Israeliten den Bund Gottes gebrochen hatten. Diese entließen nun ihre heidnischen Frauen und Kinder. Es waren schmerzhafte Entscheidungen. Sie waren aber notwendig, um die erste Liebe zu erneuern, die Liebe zu Gott. Esra ging mit diesem sensiblen Anliegen sehr einfühlsam um. Er half seinem Volk, im Glauben zu wachsen und selbstständig zu entscheiden. Für sein weises Verhalten erwartete er kein Lob.

Ein Wort: Herr, ich bekenne dir meine Sünden und möchte die Liebesbeziehung mit dir erneuern. Danke für deinen neuen Liebesbund in Jesus Christus.

Veröffentlicht in Esra

Treubruch

Esra 9,1-15 (5)

„Und um das Abendopfer stand ich auf von meiner Buße mit zerrissenem Gewand und Mantel und fiel auf meine Knie und breitete meine Hände aus zu dem HERRN, meinem Gott.“

Schon bald nach seiner Ankunft wurde Esra mit einem ernsten Anliegen konfrontiert. Er erfuhr, dass viele Israeliten sich heidnische Frauen genommen hatten. Man könnte meinen, es seien einfach zu wenige israelitische Frauen zurückgekehrt. Da aber die Oberen und Ratsherren die Ersten bei diesem Treubruch waren, ist anzunehmen, dass ihre Ehen auch materiell bzw. politisch motiviert waren. Das Problem mit diesen Beziehungen war nicht rassistisch oder nationalistisch. Es ging um die Treue zu Gott und seinem Wort. Gott hatte sein Volk ausdrücklich vor Vermischung mit den Heiden gewarnt. Solche Verfehlungen hatten selbst den starken Simson und den großen König Salomo zu Fall gebracht (Ri 14 – 16; 1. Kön 11,3-6). Esra und viele andere waren über das erneute Versagen ihres Volkes erschrocken. Um das Abendopfer (15 Uhr) kam Esra voller Scham und Gottesfurcht im Gebet zu Gott. Er bekannte diese Sünde als „unsere Missetat, unsere Schuld“. Er erkannte, dass Israel die Zeit der Gnade und Bewährung nicht bestanden hatte. Das war durch nichts zu entschuldigen. Wie könnte dieses treulose Volk, das gerade erst dem Zorn Gottes entronnen war, nun vor dem gerechten Gott bestehen?

Gebet: Herr, wir haben gesündigt. Unsere Schuld ist groß bis an den Himmel. Wie können wir vor dir bestehen?

Ein Wort: Aus uns selbst sind wir alle vor Gott im Unrecht