Veröffentlicht in 2. Mose, Exodus

Vom rechten Gottesdienst in Israel

Exodus 20,22–21,11 (20,24)

„Einen Altar von Erde mache mir, auf dem du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder, opferst. An jedem Ort, wo ich meines Namens gedenken lasse, da will ich zu dir kommen und dich segnen.“

Die Israeliten sollen Gott vorzugsweise einen Altar aus Erde bauen. Das heißt, dass sie keine Altäre auf den Höhen bauen sollen, um sich Gott zu nähern. Ein einfacher Altar aus Erde genügt. Darauf sollen sie ihr Brandopfer, ihr Dankopfer, ihre Schafe und ihre Rinder opfern. Das Brandopfer ist Ausdruck dafür, dass man Gott alles verdankt, sein Leben und seinen Besitz. Das Dankopfer kann auch mit Friedensopfer übersetzt werden. Gott ist der Geber unseres Friedens. Der Altar dient dazu, dass sie Gott anbeten und ihm danken. Die von Gott Geretteten dürfen überall, wo sie Gott erfahren haben, ihre Altäre bauen um sich an ihn und sein Wirken zu erinnern. Dann wird Gott zu ihnen kommen und sie segnen. Gott ist nicht an bestimmte Orte gebunden. Unser Gott ist nicht örtlich begrenzt, z.B. an eine heilige Stätte gebunden. Wenn die Israeliten z.B. vom Sinai weiterziehen, entfernen sie sich nicht von Gott. Gott ist immer mit ihnen und segnet diejenigen, die ihn lieben und ihm gehorchen. Wichtig ist dabei, dass die Altarsteine nicht mit Meißeln bearbeitet werden sollten, denn der Altar selbst ist kein Gegenstand der Anbetung, weil er vielleicht zu kunstvoll ist, sondern er dient lediglich als ein Ort der Anbetung Gottes.

Gebet: Lieber Vater, vielen Dank, dass wir überall Altäre bauen dürfen, um dich anzurufen und dir zu danken.

Ein Wort: Anbetung geschieht im Geist und in der Wahrheit

Veröffentlicht in 2. Mose, Exodus

Die Zehn Gebote

Exodus 20,1-21 (2)

„Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.“

Gott gibt nun den Geretteten seine zehn Gebote:

1. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
2. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Abbild machen.
3. Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen.
4. Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst.
5. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
6. Du sollst nicht töten. 7. Du sollst nicht ehebrechen.
8. Du sollst nicht stehlen. 9. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden.
10. Du sollst nicht begehren.

In den Zehn Geboten hat Gott seinen Willen für uns Menschen offenbart. Wir sollen zuerst Gott als Gott verherrlichen. Denn er ist unser Retter und Befreier. „Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.“ Die Israeliten haben selbst die Rettung Gottes erfahren, das ist die Vorbedingung für die Zehn Gebote. Wer seine persönliche Rettungsgeschichte kennt und daher Gott liebt, für den sind die Zehn Gebote kostbar. Wer aber keine Rettungsgeschichte hat oder sie nicht kennt, für den sind die Zehn Gebote eher lästig. Er kann Gott nicht lieben, sondern wird ihn eher hassen. Wenn aber ein Mensch durch die Gebote seine Sünde vor Gott erkennt und vor ihm Buße tut, der begibt sich auf den Weg der Rettung.

Gebet: Lieber Vater, wir sind oft vergesslich. Hilf uns, uns zuerst an unserer Rettungsgeschichte zu erinnern.

Ein Wort: Hab Gott lieb und halte sein Gebot!