Veröffentlicht in 5. Mose, Deuteronomium

Was fordert Gott noch von dir?

5. Mose 10,1-22 (12.13)

„Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dass du die Gebote des HERRN hältst und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf dass dir‘s wohlgehe?“

Was müssen wir tun, auf dass es uns wohlgehe? Was fordert Gott von uns dazu? Fordert Gott von uns etwa, dass wir alles, was wir haben, den Armen geben sollen? Oder: Fordert Gott von uns, dass wir Märtyrer werden? Nein. Solche Forderungen gehen über unsere menschliche Kraft hinaus. Darum wird Gott so etwas nicht von uns fordern. V. 12 und 13 sagen uns, was Gott von uns will. Gott hat durch Mose zwar viele Gesetze gegeben, aber die Summe aller Gebote ergibt: Gottesfurcht und Gottesliebe. Denn Gott hat Israel aus allen Völkern erwählt, dass es sein heiliges Volk und seine Priesternation werden soll. Wie großartig ist diese Erwählung! Darum soll Israel seinen Gott lieben. Aus Dankbarkeit soll es in Liebe Gott entgegenkommen. Dazu noch: Gott wird dieses Volk dahinführen, das verheißene Land, darin Milch und Honig fließt, einzunehmen. Und Gott will sein Volk segnen und schützen. Wie können sie diesem gnädigen und wunderbaren Gott entgegenkommen? Sie sollen ihm gehorchen, dafür ist die Gottesfurcht vorausgesetzt.

Gebet: Lieber Vater, vielen Dank für deine große Liebe zu mir. Hilf mir, dir zu gehorchen und dich zu lieben.

Ein Wort: Wir sollen an Jesus glauben!

Veröffentlicht in 5. Mose, Deuteronomium

Gründe zum Sieg

5. Mose 9,1-29 (5)

„Denn du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, um deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen, sondern der HERR, dein Gott, vertreibt diese Völker um ihres gottlosen Treibens willen, damit er das Wort halte, das er geschworen hat deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob.“

Israel steht kurz vor der Einnahme des Landes. Zuvor ermahnt Mose sie zur Demut und erinnert sie an ihre eigenen Sünden. Denn sie werden bald die mächtigen Einwohner Kanaans erobern und das Land besitzen. Dann könnte es leicht passieren, stolz auf ihre eigene Leistung zu werden. Daher warnt Mose sie vor der Gefahr, einen selbstgerechten Geist zu entwickeln. Mose nennt ihnen in V. 5 zwei Gründe, weswegen sie das Land erobern würden. Erstens: Das gottlose Treiben dieser Völker ist so groß, dass sie Gottes Gericht herbeigerufen hat. Gott ist zwar der Gott Israels, aber er ist auch der Gott aller Völker. Gott straft das gottlose Treiben der Menschen. Alle sind ihm verantwortlich. Zweitens: Gott würde Israel den Sieg geben, weil er es den Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob geschworen hatte (s. 1. Mose 15,13-21). Gott hält sein Wort. Darum soll Israel im verheißenen Land nicht stolz sein, sondern vielmehr darauf zu achten, ihr Leben nicht gottlos zu treiben. Falls sie sich so schlecht wie die Kanaaniter verhalten würden, sollen sie wissen, dass auch sie aus dem Land vertrieben werden. Diese Lehre gilt auch für uns heute.

Gebet: Lieber Jesus, hilf mir nicht gottlos zu sein, sondern aus Glauben zu leben.

Ein Wort: Gott entscheidet, wer das Land besitzt!