Veröffentlicht in 1. Korinther

Leben nach der Berufung

1. Korinther 7,1-24 (17a)

„Doch soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen, wie Gott einen jeden berufen hat.“

Die Korinther hatten Paulus über seine Ansicht zu Keuschheit und Ehe gefragt. Darauf antwortete er ihnen: Es ist gut, allein zu bleiben. Aber wer sich nicht enthalten kann, soll heiraten; jeder Mann soll seine eigene Frau und jede Frau ihren eigenen Mann haben. Denn Begierden führen dazu, dass der Satan einen versucht; in der Ehe dagegen hat Sexualität ihren Platz. Ledigen und Witwen sagt Paulus, es sei gut, so zu leben, denn ungebunden kann man Gottes Werk ganzheitlicher dienen. Verheiratete sollen sich nicht scheiden lassen und ein Mann soll seine Frau nicht verstoßen. Auch Ehen zwischen Gläubigen und Ungläubigen sind gut, denn eine gläubige Frau kann einen ungläubigen Mann zum Glauben führen und ein gläubiger Mann eine ungläubige Frau. Die Kinder in einer solchen Ehe sind geheiligt durch das gläubige Elternteil. Doch einen ungläubigen Ehepartner sollte man nicht aus Zwang in der Ehe halten. Das Wichtigste ist, gemäß der Berufung zu leben, nach dem individuellen Segen und Plan, den jeder von uns vom HERRN bekommen hat. Bei Gott gelten weder Beschneidung noch Unbeschnitten-Sein, sondern wichtiger – seine Gebote zu halten. Jesus hat uns von den Sünden befreit; diese innerliche Freiheit ist wichtiger als unsere äußerliche als solche. Und doch ist Letztere ein Segen, weil wir in dieser mehr Spielraum haben, um Gott zu dienen.

Gebet: Danke, HERR, für deine Berufung. Ich will ein Leben führen, das dir gefällt.

Ein Wort: Leben nach der Berufung

Veröffentlicht in 1. Korinther

Preist Gott mit eurem Leibe

1. Korinther 6,12-20 (20)

„Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.“

Eine geistliche Gesinnung zeigt sich auch darin, wie man den eigenen Körper betrachtet und mit diesem umgeht. Paulus sagt, dass ihm alles erlaubt sei, aber nicht alles zum Guten diene und ihn nichts gefangen nehmen solle. Der geistliche Maßstab ist, dass das, was wir tun, uns und anderen zum Guten dient. Essen ist wichtig, aber nicht Lebenszweck, denn Speise und Bauch sind beide vergänglich. Unser Körper dagegen wird einst verwandelt werden zu einem unvergänglichen solchen, mit welchem wir in Gottes Reich eingehen werden. Paulus ermahnt die Korinther daher, ihren Körper nicht zu beflecken und zu verschenken durch das Treiben von Hurerei bzw. Unzucht. Als Gläubige und Gemeindemitglieder waren sie Glieder Christi und sollten sich auch für solche halten. Sie waren zur Mitarbeit am Erlösungswerk des HERRN berufen und geheiligt worden. Dieses ihr neues Leben in Christus sollten sie nun für sich annehmen und leben. Sexuelle Sünden hindern ein solches Leben. Wer mit Prostituierten (oder Männern oder Frauen außerhalb der Ehe) verkehrt, wird ein Leib mit diesen; er sündigt am eigenen Körper. Dabei ist ebendieser ein Tempel des Heiligen Geistes. Wir Gläubigen gehören nicht uns selbst, sondern Jesus Christus. Dieser hat uns durch sein eigenes Blut teuer erkauft, aus den Sünden erlöst, geheiligt und gerechtfertigt. Ihm dienen wir nun, wozu wir das einsetzen, was wir sind und was wir haben.

Gebet: HERR, ich gehöre dir. Hilf mir, dich mit meinem Leib zu preisen.

Ein Wort: Ein reines Leben im Dienst für Gottes Werk