Veröffentlicht in 1. Korinther

Mit dem Geist und mit dem Verstand

1. Korinther 14,13-25 (13)

„Wie soll es aber sein? Ich will beten mit dem Geist und will auch beten mit dem Verstand; ich will Psalmen singen mit dem Geist und will auch Psalmen singen mit dem Verstand.

Paulus sagte und lehrte, dass es am besten ist, wenn ein Christ sowohl in Zungen reden als auch die Zungenrede auslegen kann. Bei der Zungenrede haben wir wunderschöne, tiefe Gemeinschaft mit Gott. Wenn wir aber vor Menschen, die die Zungenrede nicht verstehen, beten und Gott loben, brauchen wir Worte in ihrer Sprache. Dann erst werden sie erbaut und können unseren Gebeten im Herzen zustimmen. Der Verstand ist die Grundlage unserer Kommunikation mit denen, die unsere Gebete und unser Reden über Gott hören. Nicht in Sachen Verstand sollen wir Kinder sein, sondern was den Zorn betrifft; dann sind wir langsam zum Zorn, demütig und offenherzig. Sowohl bei der Zungenrede als auch bei der prophetischen Rede macht es Sinn, dass sie andere Menschen hören. Die Zungenrede ist ein Zeichen für die Ungläubigen: Sie merken, dass unter uns Dinge geschehen, die es in der Welt nicht gibt. Wenn wir aber direkt zu ihnen in Zungen reden würden, würden sie uns wohl für verrückt – oder betrunken, wie am ersten Pfingsten – halten mit unserem „Gebrabbel“. Die prophetische Rede dagegen ist ein Zeichen für die Gläubigen. Sie öffnet das Herz der Zuhörenden für den HERRN. Und wenn ein Unkundiger oder Ungläubiger sie hört, kann es ihn zur Buße leiten und er findet zu Jesus.

Gebet: HERR, ich will dich mit dem Geist und mit dem Verstand anbeten. Schenke mir Weisheit zum Reden.

Ein Wort: Zungenrede und prophetische Rede

Veröffentlicht in 1. Korinther

Gaben des Geistes zur Erbauung

1. Korinther 14,1-12 (12)

„So auch ihr: Da ihr euch bemüht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, dass ihr sie im Überfluss habt und so die Gemeinde erbaut.

Die Zungenrede ist etwas Eindrückliches; sie zeigt klar, dass der sie Redende mit dem Heiligen Geist erfüllt ist. Deshalb nahmen die Korinther wohl an, diese Gabe des Geistes sei die erstrebenswerteste. Paulus wies sie darauf hin, dass es noch wichtigere gibt: die Liebe und das prophetische Reden. Ohne Liebe geht nichts in unserem Glaubensleben, wie wir aus dem Kapitel 13 wissen. Paulus wertschätzte die Menschen durchaus, die in Zungen zum HERRN allerlei Geheimnisse redeten, die die Welt nicht offenbaren kann. Aber wer prophetisch redet, der spricht zu seinen Glaubensgeschwistern. Er erzählt über Gottes Wort, legt es aus, wendet es auf das tägliche Leben an. Damit erbaut, ermahnt und tröstet er die Zuhörenden. Es ist wichtig, dass wir klar und verständlich zu der Gemeinde reden; die Zungenrede kann das nicht, es sei denn, sie wird auch ausgelegt. Es ist wie mit den Musikinstrumenten: Damit sie ihre Funktion erfüllen, eine Melodie oder eine klangliche Aussage von sich geben, müssen ihre Töne deutlich sein. Gott bzw. sein Geist hilft uns aber, dass wir die richtigen Worte wählen und die „Sprache“ unserer jeweiligen Adressaten sprechen können. Manche Gaben des Geistes fallen uns nicht einfach zu. Doch wenn wir uns diese unbedingt wünschen und Gott von ganzem Herzen darum bitten, schenkt er sie uns im Überfluss.

Gebet: Danke, HERR, dass du mir Gaben gibst und noch mehr geben willst. Ich will damit die Gemeinde erbauen.

Ein Wort: Prophetische Rede mit Liebe zur Gemeinde