Veröffentlicht in 3. Mose, Levitikus

Hygiene

Levitikus 15,1-33 (31)

„Und ihr sollt die Israeliten bewahren vor ihrer Unreinheit, dass sie nicht sterben in ihrer Unreinheit, wenn sie meine Wohnung unrein machen, die mitten unter ihnen ist.“

Männer und Frauen haben mehr oder weniger regelmäßig mit hygienischen Herausforderungen zu kämpfen. Gott ignoriert das nicht. Er gab seinem Volk ganz konkrete Hilfen zum Umgang damit. Insbesondere sollen sie sich selbst und ihre Kleidung waschen. Es ist nicht gut, wenn ich andere in meine „Probleme“ hineinziehe, sei es aus Oberflächlichkeit oder aus Gleichgültigkeit. Gott will, dass sein Volk, Männer und Frauen, bewusst vor ihm leben. Dieses Bewusstsein mussten ehemalige Sklaven erst noch Schritt für Schritt entwickeln. Es kommt nicht natürlich, sondern ist ein Lernprozess. Damit sie diesen Prozess besser verinnerlichen konnten, gebot Gott ihnen, für die Erneuerung ihrer leiblichen Reinheit ein Opfer zu bringen. Während wir modernen Menschen die leibliche Hygiene weitgehend „gemeistert“ haben, ist die geistige und geistliche Hygiene nicht gut entwickelt. Im Gegenteil, wir werden in der Öffentlichkeit und in den Sozialen Medien ständig, gewollt oder ungewollt, mit Worten und Bildern voller Unreinheit konfrontiert. Nicht immer können wir dem bewusst ausweichen. Aber wir müssen unser Herz und unsere Sinne bewahren und nötigenfalls „hygienisch behandeln“, damit wir nicht von dem, was unsere Seele und unsere Beziehung mit Gott trübt, überwältigt werden.

Gebet: Herr, hilf mir, in jedem Bereich meines Lebens bewusst auf Hygiene zu achten.

Ein Wort: Bewusstsein und Hygiene in allen Bereichen

Veröffentlicht in 3. Mose, Levitikus

Schimmelbildung

Levitikus 14,33-57 (34)

„Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, das ich euch zum Besitz gebe, und ich lasse an irgendeinem Hause eures Landes eine aussätzige Stelle entstehen …“

Dieser Abschnitt befasst sich mit „Aussatz“ an Häusern, was sich vor allem auf Schimmelbildung bezieht. Wenn man solches einfach ignoriert, kann daraus ein erhebliches Problem entstehen. Zum einen ist die Gesundheit der Bewohner des betroffenen Hauses z. B. durch Sporen in Gefahr, etwa durch Erkrankung der Atemwege. Im schlimmsten Fall kann die Stabilität des ganzen Gebäudes gefährdet sein. Daher ist es wichtig, aufmerksam zu sein und frühzeitig zu agieren. Dabei sollten die Israeliten auch bezüglich ihrer Häuser die Priesterschaft als Gutachter holen. Und mit dem Haus sollte ähnlich umgegangen werden wie mit kontaminierter Kleidung oder erkrankten Menschen. Auch der Reinigungsprozess war entsprechend vorgegeben. Der Apostel Paulus schrieb den Gläubigen in Korinth, dass ihr Leib ein Tempel des Heiligen Geistes sei (1. Kor 6,18). Wir sollen auf dieses „Haus“ ebenfalls sorgsam achten. Wir dürfen keinen „Schimmel“ entstehen oder gar wuchern lassen. Wir brauchen möglicherweise Hilfe eines geistlich gesinnten Menschen, der uns beraten kann, wie wir mit einem inneren Problem umgehen sollen. Und manchmal müssen wir drastische Maßnahmen ergreifen, um den Wildwuchs auszumerzen.

Gebet: Herr, danke, dass du meinen Leib zum Tempel deines Heiligen Geistes gemacht hast. Ich will dir würdig leben.

Ein Wort: Mein Leib ist Gottes Tempel