„Denn du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott, meine Hoffnung von meiner Jugend an.“
Dieser Psalm fließt aus dem Herzen eines im Glauben gereiften, mittlerweile älteren Menschen. Er hat Gottes Wirken sehr früh erfahren. Schon im Mutterleib konnte er Vertrauen auf Gott lernen. Womöglich hatte er eine komplizierte Geburt; aber Gott zog ihn rechtzeitig aus dem Mutterleib. Sein Urvertrauen auf den lebendigen Gott, der denen, die ihm vertrauen, gerne hilft, ist mit der Zeit wiederholt bestätigt worden und gewachsen. Aber sein Vertrauen auf Gott verhinderte nicht, dass er mancherlei Anfechtung erfuhr. Sogar jetzt noch, im Alter, wollen Menschen dem Psalmisten nachstellen und ihn ergreifen; sie meinen, Gott habe ihn verlassen. So ein Unsinn! Gott ist niemals ferne und ist jederzeit bereit und in der Lage, den Gläubigen beizustehen, ihnen konkret zu helfen und sie aus aller Not und Bedrängnis zu erretten. Doch nicht immer handelt er so, wie wir Gläubige es uns wünschen. Paulus ermutigte die Gläubigen in Rom (Röm 5,3–5): „… sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ Auch der Psalmist kommt zu dem Schluss, dass Gott treu ist und wir unter allen Umständen Grund haben, fröhlich zu sein und ihn zu loben.
Gebet: Herr, du bist und bleibst meine Zuversicht, meine Hoffnung und mein Ziel.
Ein Wort: … bis an mein Lebensende