Veröffentlicht in 1. Mose

Abram und Melchisedek

1. Mose 14,1-24 (18.19)

„Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat;“

Als Abram noch in Mamre wohnte, gab es in der Region Krieg. Ein paar Könige, darunter die von Sodom und Gomorra, waren von Kedor-Laomer, des Königs von Elam, abgefallen. Daher zog Letzterer mit seinen Verbündeten aus. Unterwegs schlug er einige Völker, bis ihm schließlich die abgefallenen Könige mit ihren Heeren entgegen zogen. Im Kampf wurden die Herrscher von Sodom und Gomorra geschlagen; alles Volk und alle ihre Habe wurde ihnen weggenommen. Abrams Neffe Lot, der in Sodom war, befand sich unter ihnen. Als Abram dies erfuhr, war sein einziger Wunsch, Lot zu erretten. Er nahm seine 318 Knechte und rüstete sich zum Kampf. Gott gab ihm Weisheit und den Sieg über KedorLaomer und die Seinen. Nach dem Kampf kam Melchisedek, der König von Salem, Abram entgegen. Er segnete ihn und brachte ihm Brot und Wein. „Melchisedek“ bedeutet „König der Gerechtigkeit“; „Salem“ bedeutet „Frieden“. Melchisedek war ein Priester Gott des Höchsten; sein Stammbaum ist nicht bekannt. Er war ein lebendiges Symbol für Jesus Christus, der kommen sollte (Hebr 7). Das muss Abram gewusst haben: Er gab Melchisedek den Zehnten von allem. Er nahm den Segen gerne an. Dagegen lehnte er den angebotenen Anteil der Kriegsbeute vom König des sündigen Sodoms ab.

Gebet: Danke, Herr, für deinen Segen durch Jesus.

Ein Wort: Suche Gottes Gnade statt weltliche Schätze

Veröffentlicht in 1. Mose

Hebe deine Augen auf

1. Mose 13,1-18 (14)

„Als nun Lot sich von Abram getrennt hatte, sprach der Herr zu Abram: Hebe deine Augen auf und sieh von der Stätte aus, wo du bist, nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen.“

Abram zog mit Sarai, Lot und seiner Habe zurück in den Süden Kanaans. Dort ging er zuerst nach Bethel, für ihn ein Ort der Anbetung und der Gemeinschaft mit Gott. Wegen ihrer vielen Besitztümer, kam es nun zu einem Problem: Das Land war zu eng für Abram und Lot. Ständig gab es Streit um Weideland. Darum schlug Abram als Lösung vor, dass sie beide sich trennten. Er ließ Lot auswählen, wohin er ziehen wollte. Da besah sich Lot das Land und zog dorthin, wo es fruchtbar war. Seine Augen leiteten ihn bei der Wahl seines Wohnortes und nicht Gottes Wort. So zog er schließlich nach Sodom, einer Hochburg sündigen Treibens. Abram dagegen blieb in Kanaan. Und in Gottes Orientierung, was sich an seiner neuerlichen Errichtung eines Altars in Mamre zeigte. Für den kinderlosen Abram muss die Trennung von seinem Neffen äußerst schmerzlich gewesen sein, denn er liebte ihn wie einen eigenen Sohn, und doch ließ er ihn ziehen. In dieser Situation bekam Abram Gottes Trost. Der Herr ließ ihn seine Augen aufheben und über das Land sehen. Dieses wollte Gott seinen Nachkommen geben. In schweren Zeiten ist es für uns eine große Wohltat, Gottes Stimme zu hören und seine Verheißung für uns erneuert zu bekommen.

Gebet: Herr, hilf mir, mich von deinem Wort leiten zu lassen. Danke für deinen Trost in schweren Zeiten.

Ein Wort: Gottes Stimme hören