Veröffentlicht in Esra

Sie bauten und vollendeten das Haus

Esra 6,1-22 (14a)

„Und die Ältesten der Juden bauten, und es ging vonstatten durch die Weissagung der Propheten Haggai und Sacharja, des Sohnes Iddos, und sie bauten und vollendeten es nach dem Befehl des Gottes Israels …“

Aufgrund des Berichts seines Statthalters ordnete König Darius eine Nachforschung an. Tatsächlich wurde in der Sommerresidenz des Kyrus in Ekbatana (Achmeta) eine Schriftrolle mit dem Erlass des Kyrus gefunden. Neben der Tatsache, dass der Tempel in Jerusalem wieder erbaut werden sollte, bezeugte dieses Dokument auch die (maximale) Größe, die Finanzierung aus dem öffentlichen Haushalt und die Rückgabe der Tempelschätze. Darius antwortete seinem Statthalter nun entsprechend. Der Tempelbau sollte nachdrücklich unterstützt werden. Nicht zuletzt erhoffte sich der König, dass in diesem Gebäude auch für ihn und seine Familie gebetet würde. Diese Antwort war natürlich eine große Ermutigung für die Israeliten. Esra betont aber die Bedeutung der Predigten von Gottes Dienern Haggai und Sacharja. Somit konnte der Bau bis zum 12. März 516 v. Chr. vollendet werden – also 70 Jahre nach seiner Zerstörung, wie Gott durch den Propheten Jeremia vorausgesagt hatte. Die Israeliten feierten die Einweihung mit Freuden. Und schon wenig später feierten sie auch das Passafest und das Fest der Ungesäuerten Brote. Es herrschte große Freude, weil der Herr sein Volk nach langer Trauer wieder fröhlich gemacht hatte.

Gebet: Herr, danke, dass du uns hilfst, dein geistliches Haus mit Freude zu bauen und zu vollenden (1. Petr 2,5).

Ein Wort: Gemäß Gottes Wort bauen

Veröffentlicht in Esra

Die Propheten Gottes stärkten sie

Esra 5,1-17 (2)

„Da machten sich auf Serubbabel, der Sohn Schealtiëls, und Jeschua, der Sohn Jozadaks, und fingen an, das Haus Gottes zu Jerusalem aufzubauen, und mit ihnen waren die Propheten Gottes, die sie stärkten.“

Der Tempelbau lag 15 Jahre brach (535-520 v. Chr.). Von August bis Dezember 520 v. Chr. predigte der Prophet Haggai mehrfach, um das Volk zum Tempelbau zu motivieren. Der Prophet Sacharja unterstützte dieses Anliegen nachhaltig; er wandte sich ausdrücklich an die Leiter des Volkes, Serubbabel und Jeschua (Sach 3,1-10; 4,6-10). Diese Predigten trugen gute Frucht. Alle machten sich ans Werk, und die Arbeit ging unter ihren Händen gut voran (8). Doch erneut wurde ihr Recht in Frage gestellt. Wenn wir den Brief des Statthalters Tattenai lesen, stellen wir aber fest, dass er dem König Darius sachlich berichtet. Er war sogar beeindruckt von der Arbeit. Wir erfahren auch, dass die Israeliten bekannten, dass ihre eigene Schuld vor Gott zur Zerstörung des früheren Tempels geführt hatte. Sie konnten aber darauf verweisen, dass König Kyrus selbst ihnen den Wiederaufbau des Tempels befohlen hatte. Tattenai war mit ihren Äußerungen offensichtlich zufrieden; denn er hielt die Arbeit am Bau nicht auf. Esra betont an dieser Stelle, dass „das Auge ihres Gottes“ den Ältesten der Juden half, gegenüber dem Statthalter mit der richtigen inneren Haltung die richtigen Worte zu sagen.

Gebet: Herr, danke für die Prediger, die uns herausfordern und stärken. Danke ganz besonders dafür, dass dein Auge über uns wacht.

Ein Wort: Lass dich durch Gottes Wort stärken!