Veröffentlicht in 2. Korinther

Siehe, Neues ist geworden

2. Korinther 5,11-21 (17)

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“

Das göttliche Wort stellt fest: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur.“ Wir sind also eine neue Kreatur. Wenn wir aber unseren fleischlichen Leib oder das Böse in der Welt in der Oberhand sehen, ist es schwer, anzunehmen, dass wir eine neue Kreatur geworden sind. Wenn wir aber den Text noch genauer lesen, finden wir, dass diese Neuschöpfung nicht für jeden ist, sondern nur für den, der in Christus ist. Denn als Jesus am Kreuz starb, sprach er: „Es ist vollbracht!“ Unsere neue Kreatur ist mit dem Tod Jesu gemacht worden. Jesus hat die Vollendung der neuen Kreatur schon in uns gesät. Die vollkommene Gestalt dieser Neuschöpfung wird dann verwirklicht, wenn Jesus wiederkommt. Bis dahin können wir unsere neue Kreatur jedoch nur ansatzweise erfahren, indem wir für unsere Sünde Buße tun, an Jesus Christus glauben und Gott lieben. All diese Glaubenstaten tun wir, weil wir eine neue Kreatur geworden sind. Einige weitere Orientierungen erkennen wir als eine neue Kreatur: 1. Wir sollen im Glauben wandeln und nicht im Schauen (7). Alles, was Jesus für uns vollbracht hat, sollen wir durch Glauben annehmen und danach wandeln. 2. Wir sollen als eine neue Kreatur Christi eine neue Lebensaufgabe finden, indem wir als Botschafter Jesu leben und sagen: „Lasst euch versöhnen mit Gott!“

Gebet: Lieber Vater, wir danken für deine neue Schöpfung in Jesus Christus für uns.

Ein Wort: Siehe, du bist eine neue Kreatur geworden!

Veröffentlicht in 2. Korinther

Jeder empfängt seinen Lohn

2. Korinther 5,1-10 (10)

„Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dass ein jeder empfange nach dem, was er getan hat im Leib, es sei gut oder böse.“

Es geht hier um das Gericht, und wie viel Lohn jeder Christ für das im Dienst Bewirkte empfängt. Dies kann man als das „Preisgericht“ über die Glaubenden bezeichnen. Dieses Gericht ist nicht das allgemeine Weltgericht (Offb 19 und 20), das über Rettung oder Verdammnis entscheidet. Alle Menschen sterben einmal, wie auch in Hebr 9,27 gesagt: „Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ Der Glaubende wird vor dem Richterstuhl Christi öffentlich in seiner wahren Gestalt dargestellt. Da gibt es nichts mehr zu verbergen. Bis in die „Motiv-Schicht“ wird unser Sein und Dienst ausgeleuchtet werden. Wir alle gehen durch sein Gericht hindurch, damit jeder das bekommt, was er zu seinen Lebzeiten im Leib getan hat. Nicht das Ergebnis allein – etwa Erfolg – wird beurteilt, sondern der Gehorsam, die Treue und die Liebe zu Gott und den Menschen. Paulus bezeugt dieses Preisgericht Christi. Er lebt daher in höchstem Eifer in dieser Sehnsucht nach der himmlischen Heimat. Wenn wir nun um dieses Gericht wissen, dann sollten wir einen starken Wunsch haben, an diesem Preisgericht reichlich Anteil im Lohn zu bekommen und dem Herrn Jesus zur Freude zu sein.

Gebet: Lieber Vater, wir sind Sterbende, jedoch hoffnungsvoll. Hilf uns, durch den Glauben gute Werke zu tun und guten Lohn zu empfangen.

Ein Wort: Glaube ohne Werke ist tot