Veröffentlicht in 2. Mose, Exodus

Gott will unter uns wohnen

2. Mose 29,29-46 (45)

„Und ich will unter den Israeliten wohnen und ihr Gott sein,“

Die Weihe der Priester dauerte sieben Tage. Während dieser Zeit sollten Aaron und seine Söhne auch das Fleisch der geopferten Tiere und das Gott geweihte Brot essen. Gott wollte Essensgemeinschaft mit ihnen haben – wie Jesus, der vor seinem Tod mit seinen Jüngern im Obergemach beim Essen des Passa Gemeinschaft hatte. Nicht nur die Priester, sondern auch der Altar wurde durch die Opfer geweiht. Nach der Weihe der Priester sollten jeden Morgen und jeden Abend auf dem Altar ein einjähriges Schaf als Brandopfer geopfert werden. Die Beziehung zu Gott sollte so beständig erneuert werden. Gottes Ziel war es, unter seinem Volk zu wohnen. Das mobile Heiligtum der Stiftshütte war bei den Israeliten der sichtbare Ort hierfür. Heute haben wir keine sichtbare Stiftshütte mehr. Aber immer noch will Gott unter uns wohnen und unser Gott sein. In Jesus hat er noch einen viel weiter gehenden Weg hierfür gewählt, indem er selbst ein Mensch wie wir wurde. Auch heute noch möchte er jeden Tag in unserem Alltag anwesend sein. Jeden Tag gibt es viele Dinge, die uns von dieser Tatsache ablenken werden. Deshalb brauchen wir wie die Israeliten an jedem Morgen und an jedem Abend eine Erneuerung der Gemeinschaft mit Gott, zum Beispiel indem wir etwas unserer Zeit hierfür opfern.

Gebet: Herr, danke dass du unser Gott sein und unter uns wohnen möchtest. Hilf mir heute, hierfür eine Umgebung zu schaffen.

Ein Wort: Gott will unter uns wohnen

Veröffentlicht in 2. Mose, Exodus

Die Weihe der Priester

2. Mose 29,1-28 (21)

„Und du sollst von dem Blut auf dem Altar nehmen und Salböl und sollst Aaron und seine Kleider, seine Söhne und ihre Kleider damit besprengen. So werden er und seine Kleider geweiht.“

Ein Priester ist ein Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Im Alten Testament waren Aaron und seine Nachkommen für diese Aufgabe auserwählt. Das damalige Priestertum war aber nur ein Hinweis auf den wahren Priester und Erretter Jesus, der für uns den Weg zu Gott geöffnet hat. Im Neuen Testament werden alle Gläubigen als Priester bezeichnet (1. Petr 2,9), die Menschen helfen können, durch Jesus mit Gott versöhnt zu werden. Die Priester des Alten Testamentes wurden in einer aufwändigen Zeremonie in ihr Amt eingeführt. Am Anfang standen die Reinigung und die Einkleidung mit besonderer Kleidung. Dann wurden verschiedene Opfer gebracht: ein Sündopfer zur Vergebung der Schuld, ein Brandopfer als Zeichen der Hingabe und ein Einsetzungsopfer, das zur Mahlgemeinschaft mit Gott führte. Für uns hat Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung bereits das vollkommene Opfer gebracht. Er lädt uns heute ein, unsere Sünde durch die Buße abzuwaschen, uns mit dem neuen Menschen bekleiden zu lassen, sein Opfer am Kreuz für uns anzunehmen, unser Leben an ihn zu übergeben und mit ihm das Abendmahl zu halten (Offb 3,20).

Gebet: Herr, danke für Jesus, der das Opfer für mich gebracht hat und mich einlädt, sein Vermittler zu sein für die Menschen, die ihn noch nicht kennen.

Ein Wort: Durch Jesu Blut werden wir geweiht