Veröffentlicht in Nehemia

Lass deine Ohren aufmerken auf das Gebet

Nehemia 1,1-11 (4)

„Als ich aber diese Worte hörte, setzte ich mich nieder und weinte und trug Leid tagelang und fastete und betete vor dem Gott des Himmels“

Einige Männer aus Juda kamen zu Nehemia, und dieser erkundigte sich nach den Juden in Jerusalem. Die Antwort erschütterte ihn schwer: „Die übrig geblieben sind von der Gefangenschaft, sind dort in der Provinz in großem Unglück und Schmach; die Mauern Jerusalems sind zerbrochen und seine Tore mit Feuer verbrannt.“ Ohne Mauern war Jerusalem schutzlos seinen Feinden ausgesetzt. Wie reagierte er darauf? Zuerst musste er sich setzen, um nicht zusammenzubrechen. Dann weinte er, litt tagelang, aß nicht mehr und betete zu dem Gott des Himmels. In seinem Gebet finden wir eine Entwicklung: erst Verzweiflung, dann bittere Selbsterkenntnis, erbauliche Gotteserkenntnis und schließlich Zuversicht und ein klares Anliegen. Nehemia ehrte Gott. Die wahre Größe seines Gebets ist, dass er seine Sünden und die seines Volkes erkannte und den Mut aufbrachte, sie vor Gott zu bekennen. Er fühlte sich schuldig am Unglück Jerusalems und brauchte Vergebung und die Reinigung von seiner Schuld. Schließlich bekam er das klare Gebetsanliegen, mutig vor den König zu treten und ihn um Erlaubnis zu bitten, nach Jerusalem zu reisen. Wenn wir im Gebet Gott ehren und Buße tun, öffnet uns Gott eine Tür für einen geistlichen Wiederaufbau.

Gebet: Du Gott des Himmels, ich und mein Haus haben gesündigt. Ich kann nur weinen, fasten und beten.

Ein Wort: Weine und bete vor dem Gott des Himmels

Veröffentlicht in Jesaja

Trost und ewige Hoffnung

Jesaja 66,1-24 (13)

„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.“

Das letzte Kapitel des Buches Jesaja ist Warnung und Verheißung zugleich. Die Israeliten wollten den zerstörten Tempel in Jerusalem wiederaufbauen und Gottesdienste feiern. Gott aber erinnerte sie daran, dass sie ihm nichts geben konnten, was er nicht schon hatte. Falscher Gottesdienst sei wie Götzendienst. Nicht an Opfer hat er Gefallen, sondern an einem zerschlagenen Geist und an Gottesfurcht. Denen unter den Israeliten, die Solches besaßen, gab er wunderschöne Verheißungen. Er wollte sie trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet. Das ist noch heute so: In der Gemeinschaft mit Gott haben wir selbst im größten Elend einen Trost, den uns sonst niemand geben kann. Gottes Volk sollte an einem Tag geboren werden, also rascher als gemäß jeglicher menschlicher Erwartung. Er wollte sein Volk in Jerusalem sammeln und die Heilsbotschaft des HERRN in alle Welt ausgehen lassen. An seinen Feinden aber wollte er sich rächen. Die Gerächten würden gleichzeitig ein Mahnmal für die Seinen sein, nicht auch von Gott abzufallen. Was das Wort anspricht, hat sich bereits erfüllt bzw. wird sich noch erfüllen. Der Knabe ist Jesus, der geboren wurde und der wiederkommen wird. Das Evangelium wird bereits allen Völkern gepredigt. Die Juden sind daran, nach und nach in ihr ursprünglich für sie bestimmtes Land zu ziehen. Gottes Volk bleibt Träger der ewigen Verheißung des HERRN. Und alle Welt wird bei Jesu Wiederkommen Gottes Herrlichkeit sehen.

Gebet: Danke, HERR, für Verheißung und Warnung.

Ein Wort: Trost und ewige Freude im HERRN