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… aber er hilft uns auch

Psalm 68,1-36 (20)

„Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.“

Psalm 68 ist ein Triumphlied anlässlich eines Siegeszuges bzw. zur Überführung der Bundeslade nach Jerusalem (1. Chr 15). Die erste Hälfte (2-19) beschreibt vorwiegend, wie Gott sein Volk vom Berg Sinai bis zum Berg Zion führte. Die zweite Hälfte (20-36) drückt das Vertrauen auf Gottes künftige Führung aus; sie beginnt und endet mit „Gelobt sei Gott“. Vers 2 verweist auf Moses Gebet beim Auszug aus Ägypten (Num 10,35). Wenn Gott von seinem Thron aufsteht, wird es ernst für alle, die ihm widerstehen; es wird gut für alle, die ihm vertrauen. Gott zeigt ausdrücklich Interesse an Außenseitern der Gesellschaft (6.7). Die Verse 8-15 greifen Israels Weg ins verheißene Land und spätere Kämpfe auf. Baschans Gebirge umfasst den schneebedeckten Hermon. Gott erwählte aber den scheinbar geringen Berg Zion als Ort, wo er thronen wollte. Paulus verstand Vers 19 im Blick auf Jesus (Eph 4,8-13). Wenn wir an Jesus denken, haben wir erst recht allen Grund, Gott täglich zu loben. Wenn er uns eine Last auflegt, lässt er uns damit nicht allein. Jesus nannte diese Last „mein Joch“, d.h., er will mit uns gemeinsam tragen (Mt 11,28-30). Seine Herzenslast ist die Erlösung der Völker. Er möchte uns einspannen und seine Macht an uns beweisen. Dann werden fremde Völker ihn erkennen und ihm Geschenke bringen. Alle Könige und Völker sollen Gott lobsingen.

Gebet: Herr, danke, dass du mit deinem Volk gehst. Ich will die Herzenslast mit dir tragen.

Ein Wort: Geh mit Gott und trage mit seiner Hilfe!

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Dass man auf Erden erkenne deinen Weg

Psalm 67,1-8 (3)

„dass man auf Erden erkenne deinen Weg, unter allen Heiden dein Heil.“

Dies ist ein liturgischer Psalm, der wohl oft am Schluss eines Gottesdienstes vorgetragen wurde, z.B. als Antwort auf den aaronitischen Segen (2; Num 6,24-26). Es ist zugleich ein missionarischer Psalm, was ebenfalls gut dazu passt, dass das Volk nach dem Gottesdienst „in die Welt“ gesandt wird. Das Kernthema ist, dass Gottes Segen über sein Volk Israel alle Völker dazu bewegt, diesen Gottes zu erkennen und ihm zu danken. Wenn Gottes Volk also um seinen Segen bittet und diesen auch zuversichtlich erwartet, dann ist das nicht nur im eigenen, selbstsüchtigen Interesse. Es dient dem universalen Ziel aller Schöpfung, Gott zu erkennen und ihn zu preisen (s.a. Röm 1,20.21). Gottes Weg zum Heil soll allen Heiden bekannt werden. Alle Völker sollen sich freuen und jauchzen. Alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters (Phil 2,11). Ist es nicht ein großartiges Bild der Weltmission, das dieser Psalm visionär beschreibt?! Alle Völker werden Gott danken, wirklich alle Völker, auch Nordkorea, Saudi Arabien und sogar Deutschland, Österreich und die Schweiz wieder! Das ist nicht nur ein frommer Wunsch, ein Traum wie eine Seifenblase. Es ist eine Vorschau. Ach ja, und damit er erfüllt wird, brauchen wir auch eine gute Ernte. Gott sei Dank dafür.

Gebet: Herr Jesus, du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Alle Völker sollen dich erkennen und dir danken. Segne und gebrauche mich dafür.

Ein Wort: Gottes Weg erkennen und anderen zeigen