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Nimm dich des Schwachen an!

Psalm 41,1-14 (2)

„Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird der Herr erretten zur bösen Zeit.

David lobt hier denjenigen selig, der sich des Schwachen annimmt. Wer sich des Schwachen annimmt, der ist nicht nur glückselig, sondern hat auch die Verheißung Gottes, nämlich Gottes Rettung in der bösen Zeit und Genüge des Lebens. Warum segnet Gott ihn so sehr? Weil er ja mit Gott gleichen Sinnes ist. Denn Gott nimmt sich des Schwachen an. David lobt Gott z.B. in 40,18: „Denn ich bin arm und elend; der Herr aber sorgt für mich. Du bist mein Helfer und Erretter, mein Gott, säume doch nicht!“ David hat in seinem Leben solch einen helfenden Gott erfahren. Wer sich darum des Schwachen annimmt, der macht die gleiche Arbeit Gottes. Gott segnet ihn. Aus diesem Grund ist auch Jesus Christus in die Welt zu uns gekommen, um sich unserer Schwäche anzunehmen. Im Hebräer 4,15 lesen wir: „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.“ Jesus kennt unsere Schwäche und gibt uns sein Erbarmen, wenn wir Hilfe nötig haben. Wer sich des Schwachen annimmt, der ist barmherzig. Jesus segnet solche Menschen. „Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ Darum sollen auch wir diese gnädige Tat Gottes ausüben. So werden wir glückselig sein und Gottes Verheißung haben.

Gebet: Lieber Vater, danke für deine Barmherzigkeit. Hilf mir, mich des Schwachen anzunehmen.

Ein Wort: Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt!

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Aber die geöffneten Ohren

Psalm 40,1-18 (7)

„Schlachtopfer und Speiseopfer gefallen dir nicht, aber die Ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer.

Dieses Wort Davids kommt ursprünglich von Samuel, der mit diesem Wort den König Saul wegen seines Ungehorsams tadelte und ihn vom Thron absetzte. Daraufhin suchte er einen anderen Mann und fand David als den besseren König. Darum kann David dieses Wort nie vergessen. Dieses Wort muss sogar sein Lebensleitwort geworden sein. Worum geht es hier? Die Opferdienste wie Schlachtopfer, Speiseopfer, Brandopfer und Sündopfer sind eigentlich von Gott gegeben, um den sündigen Menschen ihre Sünde zu vergeben. Wenn aber Menschen diese Opferdienste nur in Ritualen vollziehen und dem Willen Gottes nicht gehorchen, dann können sie Gott nicht gefallen. Opfer ohne Gehorsam und ohne Buße sind völlig nutzlos. In diesem Sinne ist David Gott sehr dankbar, weil er Gott besser dienen kann. Denn Gott hat ihm seine Ohren aufgetan. Gott will, dass er aufmerksam Gottes Stimme hört und ihm gehorcht. Im Gegensatz zu ihm war der König Saul anders. Er hatte kein Ohr, zu hören. So wurde er verworfen. Gott hat dem Menschen die Ohren geschaffen, damit er die Stimme Gottes horcht und ihr gehorcht. Wir müssen auch prüfen, ob uns die Ohren aufgetan sind, um die Stimme des Heiligen Geistes zu hören und ihm zu gehorchen.

Gebet: Lieber Vater, erbarm dich meiner, dass meine Ohren noch taub sind. Bitte öffne meine Ohren!

Ein Wort: Gehorsam ist besser als Opfer!