Veröffentlicht in Jesaja

Des Herrn Tag ist nahe

Jesaja 13,1-22 (6-7)

„Heulet, denn des Herrn Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen. Darum werden alle Hände schlaff, und aller Menschen Herz wird feige sein.“

Der Tag des Herrn bezieht sich hier auf die Zeit des Gerichtes über die gottlose Welt. Dieses Gericht des Allmächtigen wird den gottlosen Menschen äußerste Trübsal bringen, sie kommen in Schmerzen wie eine Gebärende. Warum richtet Gott mit seiner Allmacht die Gottlosen? Das Gericht ist nötig, weil sie ihre Bosheit gegenüber ihren Mitmenschen üben und tun schreckliche Dinge, z. B. Tod durch das Schwert, Vergewaltigung, Kindesmord, Plünderung, usw. Die normalen Bürger haben unter den Gottlosen ein schweres Leben, weil diese ihr friedliches Zusammenleben zerstören. Dennoch kann niemand die Gottlosen stoppen, weil sie zu stark sind. Darum muss der Tag des Herrn kommen. Nur der Tag des Herrn macht ihrer Zerstörung ein Ende. Der Tag des Herrn macht seinen Zorn über die Sünde sichtbar und wird die Sünder vernichten. Weil Gott sich als Gewaltiger offenbart, müssen alle Hände der Menschen erschlaffen und alle Herzen der Menschen verzagen. Darum werden alle Gottlosen und Gewalttätigen heulen, da ihre Zeit zu Ende gekommen ist. Wenn Gott sich in der Macht offenbart, kann der Gottlose nicht mehr stolz und herrlich sein. Dann wird man auch lernen, dass man auf das Menschenleben achten soll (vgl. 12).

Gebet: Lieber Jesus, wir erwarten das Kommen deines Tages. Hilf uns, auf das Menschenleben zu achten.

Ein Wort: Der Tag des Herrn ist nahe!

Veröffentlicht in Jesaja

Ich danke dir, Herr!

Jesaja 12,1-6 (2)

„Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der Herr ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil.“

Das Gericht Gottes ist beendet und das Volk ist von den feindlichen Mächten befreit. Darum fangen sie an, Gott zu loben. „Ich danke dir, Herr, dass du bist zornig gewesen über mich.“ Einst erfuhren sie das Gericht, weil sie ungehorsam und verstockt waren gegenüber dem Wort Gottes. Diese dunkle Zeit ist nun vorüber, und die Übriggebliebenen erheben ein Loblied für Gott, den Herrn. Mit ihrem Loblied geben sie Gott recht, weil sie jetzt erkannt haben, dass hinter dem Gericht eigentlich der Heilswille Gottes für sie stand. Denn durch das Gericht haben sie das gottlose Leben verlassen und sich zu Gott bekehrt. Deswegen erfahren sie das Heil und die Rettung. Sie loben Gott mit großer Freude: „Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht“. In ihrem Lobgesang drücken sie ihre gewonnene Erkenntnis gegenüber Gott dem Herrn. „Gott ist mein Heil“, „Gott ist meine Stärke“, „Gott ist mein Psalm“. Gott ist zu Quellen ihres Heils geworden. Die eigentliche Mitte des Psalms ist aber über die Freude ihrer Rettung hinaus vielmehr Gott selbst. Gott ist zu loben. Gott ist das Zentrum ihres Lebens. Darum erheben sie ihre Stimme: „Danket dem Herrn, rufet an seinen Namen!“; „Lobsinget dem Herrn, denn er hat sich herrlich bewiesen“.

Gebet: Lieber Jesus, du bist das Zentrum meines Lebens. Darum lobe ich dich und preise dich!

Ein Wort: Siehe, Gott ist mein Heil!