Veröffentlicht in Hiob

Unerforschlich sind Gottes Wege

Hiob 41,1-26 (3)

„Wer kann mir entgegentreten und ich lasse ihn unversehrt? Unter dem ganzen Himmel ist keiner.“

In diesem Abschnitt stellt Gott Hiob den Leviatan vor Augen. Der Leviatan lebt im Meer und ist dem Zugriff des Menschen entzogen. Sein Leib ist umgeben von einem Schutzschild. Sein Hauch entflammt Kohle, und Flammen fahren aus seinem Rachen. Der bloße Anblick des Leviatans entsetzt den Menschen. Daher würde es niemand wagen, ihn zu reizen. Gott spricht von diesem furchteinflößenden Tier, um Hiob klar zu machen, dass der Mensch in keiner Weise vor dem Herrn bestehen oder ihm entgegentreten kann. Wenn Hiob beim Anblick des Leviatan vom Schrecken erfasst würde, wie könnte er es dann wagen, gegen dessen Schöpfer aufzubegehren und zu ihm zu sagen, dass er falsch gehandelt habe? Wenn schon ein Geschöpf so unüberwindlich ist, wie gewaltig und herrlich muss dann erst sein Schöpfer sein? Gott ist der Schöpfer aller Dinge, Gott ist der Herr und Lenker der Geschichte, vom Anfang bis zum Ende. Alles kommt von ihm her, alles findet seine Vollendung in und durch ihn, alles kann ihm nur Ehre einbringen. Alle Rätsel und Verborgenes, Leiden und Schrecken werden vor ihm sichtbar werden. Aber er selbst bleibt Gott, unerforschlich und letztlich unbegreiflich. Paulus lobt diesen Gott (Röm 11,33): „O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!“

Gebet: Lieber Vater, deine Wege sind unerforschlich.

Ein Wort: Preiset den Herrn!

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