Veröffentlicht in Lukas

Jesus wird im Stall geboren

Lukas 2,1-7 (7)

„Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“

Der römische Kaiser Augustus erließ das Gebot, in seinem Reich eine Volkszählung durchzuführen. Dafür mussten sich alle in Steuerlisten ihrer Heimatstadt eintragen lassen. So mussten Josef und Maria nach Bethlehem reisen. Für eine hochschwangere Frau muss diese ca.140 km lange Reise sehr beschwerlich gewesen sein. Doch war diese Reise nicht die Folge einer gnadenlosen Politik eines machtbesessenen Kaisers, sondern die Erfüllung der Prophezeiungen Gottes. Denn der Messias sollte in Bethlehem geboren werden (Mi 5,1). Während der Kaiser im sonnigen Rom seinen Luxus und seine Macht genoss, wurde der König der Könige in einem Stall geboren und in eine Futterkrippe gelegt. Vor seinem Stall standen keine Bodyguards, die ein Eintreten verhindert hätten. Man musste auch nicht um eine Audienz bitten. Jeder konnte damals und kann auch heute zum Stall kommen und den Heiland der Welt begrüßen und anbeten, wie es die Weisen taten (Mt 2). Wer dies tut, wird Barmherzigkeit, Gnade und Hilfe empfangen (Heb 4,16). Unser Herr Jesus braucht keine Armee oder korrupte Beamte. Er ist König, weil er der ewige König ist. Sein Zepter ist seine Demut, Barmherzigkeit und Hingabe. Er wurde arm, damit wir durch seine Armut reich werden (2. Kor 8,9).

Gebet: Herr Jesus, danke, dass du arm wurdest, damit ich errettet und wahrhaft reich werde. Ich will die Krippe lieben und nicht Reichtum und Macht in dieser Welt.

Ein Wort: Zur Krippe kommen und sie lieben