Veröffentlicht in Jesaja

Gottes Einladung

Jesaja 55,1-13 (7)

„Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“

Gerade als die Israeliten sich im Exil Gott am fernsten fühlten, hörten sie durch den Propheten seine liebevolle Einladung. „Kommt her, hört auf mich, sucht mich, bekehrt euch zu mir!“ Sie sollten wissen, dass der HERR sie nicht vergessen hatte, sondern sich von ihnen suchen und finden lassen wollte. Er wollte ihnen die Bedingungs- und Grenzenlosigkeit seiner Liebe klarmachen. Diese ist umsonst zu haben – und gleichzeitig unbezahlbar. Nur beim HERRN finden wir Wasser, Brot, Wein, Milch und Köstliches, oder anders gesagt: wahres Leben, Freude und die Fülle an Gutem. Das Gottesvolk sollte nicht weiter Energie und Ressourcen für das verschwenden, was ihren Lebenshunger und -durst nicht stillen konnte, etwa andere Götter, Reichtum oder menschliche Ehre. Dann würde der HERR sie wieder zum Heilsboten für alle Völker machen. Auch sollten die Israeliten nicht denken, Gott sei wie ein Mensch, bei dem irgendwann das Maß an Geduld erschöpft sei. Der HERR ist himmelweit geduldiger und gnädiger als wir: Er bemüht sich unermüdlich um uns und bei ihm ist noch für den größten Sünder, der sich bekehrt, Vergebung zu finden. Sein Wort wirkt noch immer. Der Logos, der die ganze Schöpfung ins Leben gerufen hat, schafft noch heute Neues im Herzen und Leben von Menschen, die Gott und Jesus gefunden haben.

Gebet: HERR, ich komme heute mit Freude zu dir.

Ein Wort: Gottes Liebe ist umsonst und unbezahlbar