Veröffentlicht in Jakobus

Glaube und Werke wirken zusammen

Jakobus 2,14-26 (22)

„Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden.“

Jesus lehrte seine Jünger, dass Glaube nichts Lebloses und Statisches ist, sondern lebendig ist, wächst und etwas bewegen kann (Mt 17,20; Mk 11,23). Jakobus lehrt dies auch in diesen Versen, indem er sagt, dass Glaube ohne Werke tot ist in sich selber und nutzlos. Glaube ist keine mentale Zustimmung für eine Lehre, sondern bezieht unser Herz und die praktische Hingabe an Gott mit ein. Ein Dämon glaubt auch an einen Gott, aber er vertraut, dient und liebt ihn nicht. Glaube und Werke wirken immer zusammen. Durch die Werke wird der Glaube vollkommen, d. h. wird Gott mehr und mehr offenbart. Abrahams und Rahabs Beispiele beschreiben zwei praktische Werke oder Handlungen, die Opferung von Isaak und das Verstecken der Kundschafter, die im absoluten Vertrauen auf Gottes Schöpfungsmacht geschahen. Glauben heißt Vertrauen, und aus diesem Vertrauen handelt man. Aus dem sichtbaren Werk wächst der Glaube, in uns selbst und auch in den anderen. Die Entscheidung vieler Missionare, ihre Heimat zu verlassen und in einem fremden Land das Evangelium zu predigen, ist ein gutes Beispiel für das Zusammenwirken von Glauben und Werken. Durch dieses Werk ist der Glaube in Europa vollkommen geworden und der „tote“ Glaube gestorben.

Gebet: Herr, danke für das gute Beispiel von Abraham und vielen Missionaren. Vergib mir meinen Mangel an Vertrauen und Gehorsam.

Ein Wort: Glaube und Werke wirken zusammen