Veröffentlicht in Jakobus

Seid aber Täter des Wortes

Jakobus 1,19-27 (22)

„Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“

Gott hat uns in seiner Gnade ein neues Leben gegeben (18). Jeder möchte in diesem neuen Leben Gott dienen und Seligkeit in seiner Tat erfahren (25), dies meint ein Leben nach dem Bild Gottes führen. Aber wie können wir dies? Beim Dienst für den Herrn werden wir mit den Schwachheiten der anderen konfrontiert. Jakobus ermahnt zweimal, unsere Zunge im Zaum zu halten. Eine unbeherrschte Zunge, bis hin zu Zorn, kann all unsere Hingabe für den Herrn wieder nichtig machen (26). Wer zu viel redet, überhört nicht nur die Nöte der anderen, sondern wird auch Gottes Wort überhören. Jakobus bezeichnet Christi Wort als das „vollkommene Gesetz der Freiheit“ und vergleicht es mit einem Spiegel. Wir schauen in einen Spiegel, um zu sehen, wie unsere Haare, der Bart oder das Make-up aussieht. Was würde der Blick in den Spiegel für einen Sinn machen, wenn wir danach unverrichteter Dinge wieder gehen? Wir sollen keine vergesslichen Hörer sein. Gottes Wort in Sanftmut anzunehmen heißt, dass man es demütig und willig annimmt. Dafür ist es wichtig, zuvor seine „Unsauberkeit und alle Bosheit“ abzulegen – in der Schlachter Bibel steht „Rest von Bosheit“. Der Gehorsam gegenüber dem Wort ist wie das Begießen des in uns gepflanzten Wortes. Wer aber allein ein Hörer des Wortes ist und kein Täter, betrügt sich selbst.

Gebet: Herr, danke für deine Ermahnung, nicht in Selbstbetrug zu leben. Vergib mir meinen „Rest von Bosheit“ und hilf mir heute, ein Täter des Wortes zu sein.

Ein Wort: Seligkeit, statt Selbstbetrug