Veröffentlicht in Jakobus

Gott vertrauen und lieben

Jakobus 1,1-18 (17)

„Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis.“

Als Christen sind wir von Anfechtungen und Versuchungen nicht ausgenommen. Jakobus lehrt uns, wie wir mit ihnen umgehen und wie wir sie überwinden können. Vor allem müssen wir wissen, dass Gott unser guter Vater ist. Von ihm kommt alle gute und vollkommene Gabe. Er ist der Vater des Lichts, er ist stärker als alle Finsternis dieser Welt. Er ist unveränderlich. Er hat uns wiedergeboren nach seinem Willen. Dafür musste er seinen einzigen Sohn für uns hingeben. Wir sind von Gott gewollte und geliebte Kinder. Sein Wort hat Schöpfungsmacht und konnte sogar uns ein neues Leben geben. Der Glaube an diesen Vater gibt die Kraft, Anfechtungen und Versuchungen zu bestehen. Im Vertrauen können wir zu diesem Vater kommen und ihn um Weisheit bitten und für unsere Zweifel Buße tun. Die Liebe zu Gott (12) ist die beste Kraftquelle, Anfechtungen zu überwinden. Armut und Reichtum können einen Christen gleichermaßen anfechten, indem er statt Gott dem Geld vertraut. Dass Jakobus die Anfechtung durch das Geld hier erwähnt, sollte uns eine ernsthafte Warnung sein. Reichtum vergeht wie Gras. Selig ist derjenige, der die Anfechtung des Geldes überwindet, er wird die Krone des Lebens empfangen. Das Anerkennen der eigenen Sünde hilft vor weiteren Versuchungen (14).

Gebet: Vater, danke, dass alle gute Gabe von dir kommt. Schenke mir deine Weisheit und Gottvertrauen.

Ein Wort: Alle gute Gabe kommt vom Vater des Lichts

Veröffentlicht in Einführung, Jakobus

Einleitung zum Brief des Jakobus

Der Verfasser dieses Briefes ist Jakobus, vermutlich ein Bruder Jesu. Er war einer der Leiter der Gemeinde in Jerusalem und starb 62. n. Chr. Damit ist dieser Brief eine der ältesten Schriften des Neuen Testaments. Der Brief des Jakobus ist kein persönlicher Brief, der sich an eine Person oder Gemeinde richtet. Jakobus schrieb ihn für die in der Zerstreuung lebenden Judenchristen, also auch für jeden von uns. Jakobus ermahnt und ermutigt den Leser, ein Leben in aufrichtiger Hingabe an den Herrn Jesus zu führen. Er spricht mit einfachen und klaren Worten viele Punkte an, die uns hindern, solch ein Leben zu führen. Es geht um unsere Zunge, unser geteiltes Herz, die Welt- und Geldliebe, Bevorzugung, ein selbstsüchtiges Leben für den eigenen Vorteil, Überheblichkeit durch Wohlstand, toten und echten Glauben und Vorurteile. Wahrer Glaube zeigt sich in Taten, wir sollen Täter des Wortes sein. Wir werden durch diesen Brief zum Durchhalten in schwierigen Zeiten ermutigt, auch zur Nächstenliebe, zum Gebet und zu einem Leben mit Gottes Weisheit. Viele Verse des Jakobusbriefes sind sehr einprägsam und können, wenn wir sie auswendig lernen und so im Herzen festhalten, ein wahrer Schatz für unser Leben werden. Hier einige Schätze des Briefes: „Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott.“ (1,5a) „Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“ (1,22) „Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde.“ (4,17)