Veröffentlicht in 5. Mose, Deuteronomium

Ein gottesfürchtiges Herz

5. Mose 5,22-33 (29)

„Ach dass sie ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf dass es ihnen und ihren Kindern wohlginge ewiglich!“

Das Volk bat Mose um Vermittlung zwischen Gott und ihnen. Denn Gott hatte damals zum Volk geredet auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und dem Dunkel mit großer Stimme. Die Erscheinung Gottes war für sie so furchtsam, dass sie Angst bekamen, bald sterben zu müssen. Sicherlich haben sie vor der Herrlichkeit Gottes ein Gefühl ihrer eigenen moralischen Unzulänglichkeit bekommen. Sie aber wollten ja nicht sterben, sondern leben. Gott billigte ihre Bitte um Vermittlung, aber gleichzeitig äußerte er seine Bedenken, ob das Volk auf Dauer ein Herz zur Furcht Gottes und Einhaltung seiner Gebote haben würde. Denn durch die Mittlerschaft könnten sie zwar das Wort Gottes ohne Furcht hören, aber sie erfahren nicht mehr den furchtbaren Gott. Als Folge davon geht ihnen ein gottesfürchtiges Herz verloren. Ohne solch ein Herz können/wollen sie Gottes Gebote nicht halten, weil ihnen zur Einhaltung seiner Gebote die Kraft fehlt. Das Herz ist in diesem Sinne der Sitz des Willens und Ausgangspunkt des Handelns. Man muss Gott fürchten. Die mündliche oder schriftliche Mitteilung des Wortes Gottes allein genügt nicht, dass man es hält. Man muss ein gottesfürchtiges Herz haben. Dieses erlangt man, indem man selber Gottes Schrecken erfährt.

Gebet: Lieber Jesus, wir haben zwar die Bibel in der Hand, aber hilf uns, deine Herrlichkeit direkt zu erfahren.

Ein Wort: Ein solches Herz, Gott zu fürchten!