Veröffentlicht in 5. Mose, Deuteronomium

Die Zehngebote

5. Mose 5,1-21 (6)

„Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft.“

Bevor Gott der Herr seinem Volk die Zehngebote gab, stellt er sich ihnen vor, wer er ist und warum er sein Gott geworden ist. Das Volk Israel wird hier als eine einzige Person verstanden und auch so angeredet. Obwohl sie als Volk sehr viele sind, sollen jeder einzelne eine persönliche Beziehung zu Gott anknüpfen. Diese persönliche Beziehung entsteht nur dann, wenn ein jeder in seiner konkreten Lebensgeschichte Rettung und Hilfe von Gott erfahren hat. Keiner wird deshalb bloß gottgläubig, weil Gott am Anfang Himmel und Erde geschaffen hat; so etwas sieht man nur im Heidentum. Wir aber glauben an Gott, weil er mich/dich konkret aus unserer Not gerettet hat. Was sind nun seine Zehngebote? 1. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir; 2. Du sollst dir kein Bildnis machen in irgendeiner Gestalt; 3. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; 4. Du sollst den Sabbattag halten, dass du ihn heiligst, wie dir der Herr, dein Gott, geboten hat; 5. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. So wirst du lange leben und dir’s wohlgehen; 6. Du sollst nicht töten; 7. Du sollst nicht ehebrechen; 8. Du sollst nicht stehlen; 9. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten; 10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Haus, Acker, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was sein ist.

Gebet: Lieber Vater, du bist mein Herr und mein Gott. Deine Gebote sind für mich meine Lebensschnur.

Ein Wort: Ist Gott dein Gott, dann halte seine Gebote!