Veröffentlicht in 4.Mose

Freistädte

4. Mose 35,1-34 (12)

„Und es sollen unter euch diese Städte eine Zuflucht sein vor dem Bluträcher, dass der nicht sterben muss, der einen Totschlag getan hat, bis er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden hat.“

Die Israeliten sollten in Kanaan das Land unter ihren Stämmen aufteilen. Die Leviten als Diener Gottes sollten kein eigenes Gebiet erhalten, denn der HERR selber war ihr Erbteil (5. Mo 10,9). Stattdessen sollten ihnen insgesamt 48 Städte und deren Umland als Wohnort und Viehwirtschaftsfläche dienen. Unter diesen Städten waren auch sechs Freistädte. In diese sollte jemand fliehen können, der aus Versehen einen Menschen getötet hatte. Solche Zuflucht boten die Städte sowohl für die Israeliten als auch für die Fremdlinge unter ihnen. Gott legte auch fest, was als vorsätzlicher Mord galt und was als versehentlicher Totschlag. Auf Mord stand die Todesstrafe, und der nächste Verwandte des Getöteten durfte diese vollstrecken. Mit Geld konnte man keinen Mörder freikaufen, denn das Land konnte nicht entsühnt werden von darin vergossenem Blut, außer durch das Blut dessen, der das Blut vergossen hatte. Wer ohne böse Absicht einen Totschlag begangen hatte, kam vor Gericht. Wurde er unschuldig gesprochen, musste er aber in der Freistadt bleiben, in die er geflohen war, bis der amtierende Hohepriester gestorben war. So lernte er, wie wertvoll Gott Menschenleben sieht. Wir sind alle Sünder, Übertreter und Totschläger von Gottes Geboten. Unser Zufluchtsort ist Jesus, der durch seinen Tod am Kreuz für unsere Schuld Sühne geschaffen hat.

Gebet: HERR, ich tue Buße für meine Sünden

Ein Wort: Jesus ist mein Zufluchtsort