Veröffentlicht in Psalm

Mit Gott

Psalm 108,1-14 (13.14a)

„Schaff uns Beistand vor dem Feind; denn Menschenhilfe ist nichts nütze. Mit Gott wollen wir Taten tun.“

Dieser Psalm ist aus Stücken von Davids Psalmen (57 und 60) zusammengesetzt, die wir im September betrachten konnten. Weil sie aus verschiedenen Anlässen entstanden sind, geben sie hier einen neuen Blick auf Gottes Wesen und Wirken für seine Auserwählten, für sein Volk. David steht früh auf, wenn viele noch schlafen. Sein erster Gedanke ist, wie er Gott danken und loben kann, allein und auch unter den Völkern, also nicht nur mit denen, die Gott kennen. Und er bekennt voller Überzeugung, dass Gott der Souverän über alle Welt ist, wie im Himmel so auf Erden. An allen Orten und unter allen Menschen können wir ihn erfahren. Zu diesem Gott betet David um Errettung für „deine Freunde“, also für Menschen, die Gott lieben. In seinem Gebet wird er still. Da hört er Gottes Stimme. Gott bestätigt mit poetischen Worten, was David zuvor gesagt hatte: Gott ist der Herr über alle Völker und Menschen, ob sie ihn kennen und anerkennen oder nicht. Daraufhin betet David weiter. Er betet um Gottes Beistand und Hilfe. Er selbst war ein mutiger Krieger, hatte viele Kämpfe geführt und viele, auch übermächtig scheinende Gegner besiegt. Und genau, weil er alle diese Kämpfe mit Gott geführt hatte, will er das auch diesmal tun.

Gebet: Herr, ohne dich kann ich nichts tun (Joh 15,5). Auch Menschenhilfe ist nichts nütze, wenn du nicht dabei bist. Ich will heute von früh bis spät mit dir gehen.

Ein Wort: Immer und überall mit Gott