Veröffentlicht in Jesaja

Wann muss sich ein Prophet ausziehen?

Jesaja 20,1-6 (2)

„Zu der Zeit redete der HERR durch Jesaja, den Sohn des Amoz, und sprach: Geh hin und tu den Sack von deinen Lenden und zieh die Schuhe von deinen Füßen. Und er tat so und ging nackt und barfuß“

Im Jahre 711 v. Chr. kämpfte Assyrien gegen Aschdod in Philistäa und eroberte die Stadt. Aschdod liegt nur ca. 70 km von Jerusalem entfernt. Im Angesicht der assyrischen Bedrohung stand Juda in der Gefahr, sich nun auf Ägypten und Kusch zu verlassen, statt auf den HERRN. Dies war in den Augen Gottes eine so große Gefahr, dass er Jesaja anwies, barfuß und nackt, d.h. ohne sein härenes Obergewand, für drei Jahre umherzugehen. Es war ein Zeichen über Kusch und Ägypten. Denn gleichwie Jesaja umherlief, würden die Gefangenen aus Kusch und Ägypten von den Assyrern weggetrieben werden. Der Anblick Jesajas sollte die Menschen erschrecken und erkennen lassen, dass diese Mächte nicht ihre Hilfe sein konnten. Wir stehen auch in der Gefahr, uns in Krisenzeiten auf unser Bankkonto, die NATO oder Menschen zu verlassen. Doch gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Zuversicht der HERR ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist, der seine Wurzeln zum Bach hinstreckt, die Hitze nicht fürchtet und Frucht bringt (Jer 17,7.8). Unser Land braucht auch Christen, die bereit sind, „nackt und barfuß“ in dieser Zeit umherzugehen.

Gebet: Herr, mein Volk und meine Generation suchen ihre Hilfe nicht bei dir. Herr, hilf mir, ein Zeichen zu sein, das die Menschen wachrüttelt, dass du allein unsere Hilfe bist.

Ein Wort: Drei Jahre barfuß und nackt