Veröffentlicht in Markus

Das höchste Gebot

Markus 12,28-37 (33)

„und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.“

Ein Schriftgelehrter hatte die Diskussion mit Jesus gehört und fragte ihn, was das höchste Gebot sei. Dies war damals eine der meist diskutierten Fragen, da es 613 Einzelvorschriften gab. Jesus antwortete ihm mit dem „Schma Israel“, das die frommen Juden zweimal täglich beteten. Es besagt, dass Gott allein der Herr ist und dass wir ihn von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all unserer Kraft lieben sollen (5. Mose 6,4.5). Weiter sagte Jesus, dass wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst (3. Mose 19,18). Gott und den Nächsten von ganzem Herzen zu lieben, ist die Summe des Gesetzes und der Propheten. Dieser Schriftgelehrte nahm dies gerne an. Er verstand, dass dem Herrn Liebe wichtiger ist als jedes Opfer. Darum war er nicht fern vom Reich Gottes. Alle Versuche, Jesus unglaubwürdig zu machen, waren gescheitert. Jesus lehrte die Menschen weiter und fragte sie, weshalb der Christus als Davids Sohn bezeichnet werde, wenn David ihn durch den Heiligen Geist doch als Herrn bezeichnete. Damit offenbarte Jesus, dass er leiblich gesehen ein Nachkomme Davids ist, aber als Christus Gottes Sohn. Die Menge hörte Jesus gerne.

Gebet: Danke, Herr, für deine Liebe. Hilf mir, dich mit meiner ganzen Person zu lieben und meinen Nächsten wie mich selbst.

Ein Wort: Gott wahrhaftig zu lieben ist mehr als Opfer.