Veröffentlicht in Markus

Ihr irrt sehr

Markus 12,13-27 (27)

„Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt sehr.“

Die geistlichen Leiter ließen sich nicht warnen und versuchten weiterhin, Jesus kluge Fangfragen zu stellen. Zuerst kamen einige Pharisäer und Anhänger des Herodes zu ihm. Sie schmeichelten ihm, damit er sich ihrer Frage nicht entziehen konnte. Dann fragten sie ihn, ob es recht sei, dem Kaisern Steuern zu zahlen. Ein Ja würde ihn als unglaubwürdigen Boten Gottes ausweisen und den Unmut des Volkes erregen. Ein Nein würde Rom herausfordern. Jesus ließ sich als Antwort eine Münze bringen, die Bild und Aufschrift des Kaisers trug. Jesus sagte: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ Gläubige halten die Gesetze ihres Staates und dienen zugleich Gott mit ihrem Leben. Göttliche Verehrung steht nur Gott zu. Danach kamen Sadduzäer zu Jesus, die nicht an die Auferstehung der Toten glaubten. Mit einem fiktiven Beispiel wollten sie die Idee der Auferstehung lächerlich machen. Es ging um sieben Brüder, die wegen der Schwagerehe nacheinander dieselbe Frau hatten. Welcher der Brüder wäre nach der Auferstehung ihr Mann? Jesus tadelte die oberflächlichen Bibelkenntnisse der Gelehrten und dass sie die lebengebende Kraft Gottes in seinen Worten nicht kannten. Nach der Auferstehung werden wir nicht wie auf der Erde leben und heiraten, sondern wie die Engel sein. Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Er gibt den Gläubigen ein neues und ewiges Leben.

Gebet: Herr, hilf mir, die Kraft deiner Worte zu erkennen.

Ein Wort: Unser Gott ist der Gott der Lebenden.