Veröffentlicht in Markus

Gottes Reich kindlich empfangen

Markus 10,1-16 (15)

„Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“

Als Jesus wieder eine große Menge Menschen lehrte, traten einige Pharisäer hinzu, die ihn mit einer ausgeklügelten Fangfrage versuchen wollten: ob es einem Mann erlaubt sei, sich von einer Frau zu scheiden. Ein Ja widerspräche seinen Grundsätzen; ein Nein widerlegte Mose. Jesus fragte sie zuerst, was Mose geboten hatte, der zwar Scheidebriefe erlaubte, aber weder eingeführt noch gebilligt hatte, und erinnerte sie daran, wie Gott die Menschen geschaffen hatte: nämlich als Mann und Frau, die sich in ihrer Verschiedenheit vollkommen ergänzen. Wenn sie eine Ehe eingehen, werden sie ein Fleisch und bilden eine neue Einheit. Diese ist in Gottes Schöpfungsordnung so unauflöslich wie die Blutsverwandtschaft zwischen Eltern und Kindern. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Es gibt zwar eine Regelung der Scheidungsfolgen, aber die Scheidung ist nicht im Sinne Gottes. Die Pharisäer sollten offen, unvoreingenommen und lernwillig gegenüber Gott sein. Solche Eigenschaften haben Kinder. Als man Kinder zu Jesus brachte, dass er sie anrührte, konnte er sie als Beispiel für diese Haltung gegenüber Gott und seinem Wort hinstellen. Er wehrte sie nicht ab als unmündige Menschen, sondern segnete sie gerne. Das Reich Gottes gehört denen, die Gott als ihren himmlischen Vater mit Freude annehmen.

Gebet: Herr, danke, dass wir als deine Kinder dein Reich empfangen dürfen. Hilf uns, es dankbar anzunehmen.

Ein Wort: Gottes Reich empfangen und hineingehen.