Veröffentlicht in Markus

Wer will der Erste sein?

Markus 9,30-41 (35)

„Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein von allen und aller Diener.“

Jesus kündigte seinen Jüngern zum zweiten Mal seine Leiden und Auferstehung an, aber sie verstanden dies nicht. Sie diskutierten untereinander, wer der Größte von ihnen sei, schämten sich aber, dies zuzugeben. Sie erwarteten, dass das messianische Reich in Kürze anbrechen würde, und fragten sich, welche Stellung sie darin einnehmen würden. Jesus nahm sich Zeit, sie die wahre Größe zu lehren: Wer der Erste sein will, der soll der Letzte und Diener von allen sein. An Jesus konnten sie sehen, was das bedeutete: Er hatte alle Herrlichkeit als Gottes Sohn aufgegeben und war in Menschengestalt in die Welt gekommen, um allen Menschen in Demut und Hingabe zu dienen. Der große Gott hat sich für uns klein und niedrig gemacht. Sie sollten aus freiem Willen dienen. Wer ein Kind oder einen unreifen Jünger im Namen Jesu aufnimmt, der nimmt damit Jesus und Gott auf, in seinem Haus und in seinem Herzen. Jesu Jünger hatten einen Mann gesehen, der in Jesu Namen erfolgreich Dämonen austrieb (im Gegensatz zu ihnen). Sie hatten es ihm verboten, weil er Jesus nicht „offiziell“ nachfolgte. Doch Jesus erklärte ihnen: Wer nicht gegen ihn ist, ist für ihn. Dadurch lehrte er auch uns sie eine richtige Sicht auf andere hinsichtlich des Reiches Gottes.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der sich so erniedrigt hat, um uns zu dienen und sein Leben für uns hinzugeben.

Ein Wort: Wer allen dient, ist wahrhaftig groß.