Veröffentlicht in Psalm

Höre, mein Volk!

Psalm 81,1-17 (9)

„Höre, mein Volk, ich will dich ermahnen. Israel, du sollst mich hören!“

Dieser Psalm, der Asaf zugeschrieben ist, war offenbar ein Festgesang. Vermutlich wurde er zum Laubhüttenfest vorgetragen. Wenn die Verse 9–16 nicht wären, könnte man anschließend „zur Tagesordnung übergehen“. Fröhlich jauchzen, laut Musik machen, sich an die guten alten Zeiten erinnern – ja, das ist ganz nett. Aber ab Vers 6c hört der Verfasser eine Sprache, die er bislang nicht kannte. Gott selbst ergreift das Wort. Er erinnert sein Volk daran, dass er sie aus ihrer größten Not errettet hatte, aus der Sklaverei in Ägypten. Er hatte sie zu seinem eigenen Volk gemacht, hatte ihnen sein Gesetz gegeben, das ihnen zeigte, wie sie miteinander und in der Welt gesegnet und als Segen für andere leben könnten. Er wollte sie gern dauerhaft mit allem Segen füllen (11c). Aber sein Volk vergaß Gottes Gnade und Liebe und ignorierte seinen Willen. Also überließ Gott sie ihrem eigenen Willen und Rat. Und jetzt saßen sie in der Patsche. Gott lädt sie erneut ein, auf ihn zu hören: „Wenn doch mein Volk mir gehorsam wäre …“ Was wären die Folgen? Und überlege einmal, was möglich wäre, wenn du dir (wieder) Zeit nimmst, Gottes Wort aufmerksam zu hören und ihm dann auch zu glauben und zu folgen.

Gebet: Herr, meine Ohren sind oft von den Dingen dieser Welt verstopft. Ich will wieder neu auf dich hören und auf deinem Weg gehen.

Ein Wort: Es ist Zeit, Gott zu hören