Veröffentlicht in 2. Korinther

Jeder empfängt seinen Lohn

2. Korinther 5,1-10 (10)

„Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dass ein jeder empfange nach dem, was er getan hat im Leib, es sei gut oder böse.“

Es geht hier um das Gericht, und wie viel Lohn jeder Christ für das im Dienst Bewirkte empfängt. Dies kann man als das „Preisgericht“ über die Glaubenden bezeichnen. Dieses Gericht ist nicht das allgemeine Weltgericht (Offb 19 und 20), das über Rettung oder Verdammnis entscheidet. Alle Menschen sterben einmal, wie auch in Hebr 9,27 gesagt: „Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ Der Glaubende wird vor dem Richterstuhl Christi öffentlich in seiner wahren Gestalt dargestellt. Da gibt es nichts mehr zu verbergen. Bis in die „Motiv-Schicht“ wird unser Sein und Dienst ausgeleuchtet werden. Wir alle gehen durch sein Gericht hindurch, damit jeder das bekommt, was er zu seinen Lebzeiten im Leib getan hat. Nicht das Ergebnis allein – etwa Erfolg – wird beurteilt, sondern der Gehorsam, die Treue und die Liebe zu Gott und den Menschen. Paulus bezeugt dieses Preisgericht Christi. Er lebt daher in höchstem Eifer in dieser Sehnsucht nach der himmlischen Heimat. Wenn wir nun um dieses Gericht wissen, dann sollten wir einen starken Wunsch haben, an diesem Preisgericht reichlich Anteil im Lohn zu bekommen und dem Herrn Jesus zur Freude zu sein.

Gebet: Lieber Vater, wir sind Sterbende, jedoch hoffnungsvoll. Hilf uns, durch den Glauben gute Werke zu tun und guten Lohn zu empfangen.

Ein Wort: Glaube ohne Werke ist tot