Veröffentlicht in 2. Korinther

Vergebt, tröstet, erweiset Liebe

2. Korinther 2,5-17 (6.7)

„Es ist genug, dass derselbe von den meisten gestraft ist, sodass ihr ihm nun desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, auf dass er nicht in allzu große Traurigkeit versinke.“

Es geht in diesem Abschnitt um die Vergebung eines Gemeindemitgliedes. Obwohl diese Angelegenheit nicht konkret erwähnt ist, können wir aber aus dem Zusammenhang rückschließen, dass Paulus im vorherigen Brief der Gemeinde eine Anweisung zur Bestrafung eines Glaubensbruders gab, der wegen seiner Sünde sogar die Existenz der Gemeinde gefährdet hatte. Und die Gemeinde gehorchte Paulus und beschloss, den Übeltäter zu strafen. Die Gemeindestrafe sollte von den meisten beschlossen worden sein. Nun gibt Paulus ihnen eine neue Orientierung, ihm zu vergeben, ihn zu trösten und ihre Liebe zu erweisen, da er Buße getan hat. Der zeitweise Ausschluss eines Übeltäters sollte die Gemeinschaft vor seiner Sünde bewahren und seine Buße bewirken. Aber wenn er Buße tut, darf die Gemeinde ihn nicht der Traurigkeit überlassen, sondern muss ihn wieder in die Gemeinschaft der Gemeinde zurückbringen. Denn Gemeindezucht sollte immer dem Zweck des Heilwerdens dienen. Wenn die Gemeinde keine Vergebung ausüben sollte, kann der Satan in die Gemeinde einschleichen und sein böses Werk errichten. Die Gemeinde Gottes ist in einer bestimmten Hinsicht entweder ein Wohlgeruch Christi des Lebens zum Leben oder ein Übelgeruch des Todes zum Tode.

Gebet: Lieber Jesus, hilf uns, immer wieder Menschen zu vergeben und als ein Wohlgeruch Christi zu wirken.

Ein Wort: Wer ist dazu tüchtig?