Veröffentlicht in 2. Korinther

Gott ist mein Zeuge

2. Korinther 1,12-2,4 (1,18)

„Bei der Treue Gottes, unser Wort an euch ist nicht Ja und Nein zugleich.“

Hier in diesem Abschnitt wehrt sich Paulus gegen die Vorwürfe von einigen Brüdern in der Gemeinde, weil er seinen Reiseplan nicht eingehalten hatte. Welche Vorwürfe sie gemacht haben, erahnen wir hinter den Klärungen, die Paulus gibt: doppelzüngig, fleischlich, leichtfertig. Für Paulus müssen diese Vorwürfe sehr verletzend sein, da er bis jetzt, als ein Hirte, alles für sie getan hatte. Es gibt immer wieder solche Momente, dass ein Hirte von seinen Bibelschülern nicht richtig verstanden wird. Paulus aber reagiert nicht gefühlsmäßig, denn er ist ja ein Apostel Christi Jesu. Er sucht in aller Weisheit diese Menschen wiederzugewinnen, damit sie wieder im Glauben und in der Freude eins werden und eine enge Gemeinschaft haben können. Was tut Paulus dafür? Er stellt für seine Tat zwei Zeugen auf: sein Gewissen und seinen Gott. Das Gewissen ist das Bewusstsein des Menschen von Gut und Böse im eigenen Verhalten. Nach seinem Gewissen hat er nicht leichtfertig gehandelt, sondern er wollte eine bessere Zeit suchen, zur Erbauung der Gemeinde. Der nächste Zeuge ist Gott. Das bedeutet, dass Paulus dieses Anliegen zu Gott gebracht hatte, um nach Gottes Zeit die Gemeinde zu besuchen. So muss er nach dem Willen Gottes gehandelt haben. Unser Gewissen und unser Gott sind unsere besten Zeugen für unser Verhalten.

Gebet: Lieber Vater, du bist unser Zeuge für unsere Taten. Hilf uns, dazu auch ein gutes Gewissen zu haben.

Ein Wort: Unser Gott und unser Gewissen