Veröffentlicht in 3. Mose, Levitikus

Aussatz an Häusern

3. Mose 14,33-57 (44)

„so soll der Priester hineingehen. Und wenn er sieht, dass der Ausschlag weitergefressen hat am Hause, so ist es gewiss ein fressender Aussatz am Hause, und es ist unrein.“

Bei Aussatz an Häusern handelte es sich vermutlich um Schimmel- oder anderen Pilzbefall. Gab es an einem Haus eine verdächtige Stelle, musste das Haus ausgeräumt und vom Priester besehen werden. Wiederum konnte nur dieser anhand von Gottes Anweisungen und in der gegebenen Zeit darüber urteilen, ob Aussatz vorlag oder nicht. Ein Haus mit einer aussätzigen Stelle musste neu beworfen und die betroffenen Steine durch neue ersetzt werden. Sieben Tage blieb das Haus verschlossen und nicht nutzbar, ohne sich unrein zu machen. Verschwand so der Aussatz nicht, musste das ganze Haus abgebrochen und das Abbruchmaterial an einen unreinen Ort außerhalb der Stadt gebracht werden. War aber der Aussatz beseitigt, so entsündigte der Priester das Haus mit Opferblut in einer ähnlichen Weise, wie er einen aussätzigen Menschen entsühnte. Im übertragenen Sinne können auch unsere Häuser aussätzig werden: wenn darin Sünde gedeiht. Sogar in unserem eigenen Haus besteht die Gefahr, dass Sünde geduldet wird oder dass wir unseren Kindern, die eine geistliche Erziehung zugute haben, schlechte Vorbilder sind. Tun wir Buße dafür. Befragen wir den HERRN, was zu tun ist, damit wir diese Sünden ausräumen und dem Bösen keinen Raum in Haus und Herzen mehr
geben können.

Gebet: HERR, ich tue Buße für meine Sünden.

Ein Wort: Ein reines Haus und ein reines Herz