Veröffentlicht in 3. Mose, Levitikus

Reine und unreine Tiere

3. Mose 11,1-47 (44)

„Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, sodass ihr heilig werdet, denn ich bin heilig; und ihr sollt euch
nicht selbst unrein machen an irgendeinem Getier, das auf der Erde kriecht.“

Gott gab den Israeliten detaillierte Vorschriften, welche Tiere sie essen durften und welche nicht. Zuerst sagte er ihnen, welche essbar waren, erst dann legte er ihnen Verbote vor. Als rein galten etwa Wiederkäuer mit ganz durchgespaltenen Klauen oder Wassertiere mit Schuppen und Flossen. Als unrein galten unter anderem ungenießbare Vögel und allerlei Kriechtiere. Wer oder was mit ihnen in Berührung kam, wurde unrein. Inzwischen gelten diese Speisegebote nicht mehr, denn Jesus hat alle Speisen für rein erklärt (Mk 7,19). Es ging und geht nicht ums Einhalten von Geboten als Selbstzweck, sondern um den richtigen Umgang mit der Nahrung. So meiden wir etwa Speisen, die uns schaden oder unser Gewissen beflecken. Warum gab Gott seinem Volk Speisegebote? Er wollte, dass es zwischen rein und unrein zu unterscheiden lernte. Gott ist heilig und will, dass wir ebenfalls heilig sind. Wir heiligen uns, indem wir uns bewusst gegen Sünden entscheiden. Dazu gehört, dass wir nicht unbedacht „essen“, was uns geboten wird: Sinnesreize, Medien, menschliche Vorbilder usw., sondern nur das, was uns zum geistlichen Wachstum dient oder diesem zumindest nicht abträglich ist.

Gebet: HERR, öffne meine geistlichen Augen, dass ich deinen Willen erkenne und rein und unrein zu unterscheiden lerne.

Ein Wort: Nahrung, die dem geistlichen Wachstum dient