Veröffentlicht in 1. Korinther

Ein Gott des Friedens

1. Korinther 14,26-40 (33a)

„Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.“

In den Gemeindeversammlungen der Korinther war es üblich, dass viele Menschen einen Beitrag zum Gottesdienst leisteten mit Psalmen, Lehren, Offenbarungen, Zungenreden und deren Auslegung. Solches belebt und bereichert eine Versammlung. Zum Problem wird es erst, wenn dadurch Unordnung entsteht, wie es in den Versammlungen in Korinth teilweise der Fall war. Das Problem war, dass sich einige Menschen hervortaten mit ihren Beiträgen; man redete durcheinander, und es gab ein Zuviel an Inhalten, was für den einzelnen Teilnehmer geistlich nicht mehr zu verarbeiten war. Wie konnte das passieren? Indem die Gemeinde den Sinn dieser Versammlungen aus den Augen verloren hatte: nämlich sich gegenseitig aufzubauen und allen die Gelegenheit zu geben, etwas zu lernen und sich durch Gottes Wort ermahnen zu lassen. Die Versammelten sollten Frieden statt Unordnung untereinander haben, ganz so wie der HERR es will und wie es ihm würdig ist. Darum ordnete Paulus diese Versammlungen. Er legte hierfür konkrete Regeln fest. Nicht zu viele Personen sollten reden, Zungenrede musste ausgelegt und Gepredigtes kritisch reflektiert werden. Die Frauen sollten beispielsweise nicht reden, um sich nicht besonders hervorzutun, und um die konservativen Judenchristen nicht vor den Kopf zu stoßen. Paulus warb um Akzeptanz dieser geordneten Versammlungen, denn sie war gemäß Gottes Geboten.

Gebet: Danke, HERR; du bist ein Gott des Friedens.

Ein Wort: Erbauung statt Unordnung