Veröffentlicht in 3. Mose, Levitikus

Das Schuldopfer

3. Mose 5,14-6,6 (5,19)

„Das ist ein Schuldopfer; verschuldet hat er sich an dem HERRN.“

Das Schuldopfer mussten die Israeliten darbringen, wenn sie etwas getan hatten, das an Geheiligtem oder am Besitz eines Mitmenschen Schaden anrichtete oder wenn sie (unbewusst) ein Gebot des HERRN übertreten hatten. Es ging um eine leichtfertige oder eine böse Tat. Nur ein Widder ohne Fehler wurde als Schuldopfer anerkannt. So musste sich der Schuldner bewusstwerden, dass eine Schuld schwer wiegt vor dem HERRN, sie nicht wieder zu begehen ist – und dass die Vergebung nach dem Darbringen des Opfers umso kostbarer ist. Zudem musste man, was an Geweihtem oder Besitz Schaden entstanden war, diesen wiedergutmachen und den fünften Teil hinzufügen. Jesus ist nicht nur für uns Sünder gestorben, sondern auch für die Sünden, die wir begehen. Spüren wir seine Gnade, verstehen wir, dass Jesus mit seinem Opfer mehr getan hat als das Mindestmaß an Wiedergutmachung. Wenn uns etwa andere Menschen in irgendeiner Form geschadet haben, sind wir durch das, was uns der HERR an Frieden und Segen gibt, mehr als nur entschädigt für das, was uns angetan wurde. Im Weiteren gab der HERR Bestimmungen für Brandopfer. Der Priester, der es opferte, sollte dies würdig tun, in leinenen Kleidern, die er außerhalb der heiligen Stätte wieder ablegte. Das Feuer auf dem Altar durfte nie verlöschen. So wie der HERR auch nie schläft und das Feuer seiner Liebe für uns Tag und Nacht brennt.

Gebet: HERR, hilf mir, meine Schuld ernst zu nehmen.

Ein Wort: Jesu wunderbare Vergebungstat