Veröffentlicht in 3. Mose, Levitikus

Das Sündopfer (II)

3. Mose 5,1-13 (5)

„wenn’s also geschieht, dass er sich so oder so schuldig gemacht hat, so soll er bekennen, womit er gesündigt hat.“

Bei diesen Bestimmungen zum Sündopfer geht es um die Sühnung von Sünden von Einzelpersonen im Volk. Drei Fälle von unbedacht oder unbewusst begangenen Sünden werden erwähnt: einen gehörten Fluch nicht anzuzeigen, einen Menschen in seiner Unreinheit anzurühren oder gedankenlos etwas zu schwören. Als Sündopfer für Solches sollte der schuldig Gewordene ein Stück Kleinvieh zum Opfern dem Priester bringen – ein Muttertier, das noch weitere Junge hätte bekommen können, also ein subjektiv als groß empfundenes Opfer. Wer sich dies nicht leisten konnte, durfte zwei Tauben als Sünd- und Brandopfer darbringen lassen. Vermochte er auch dies finanziell nicht, so genügte ein Zehntel Scheffel feines Mehl, ohne Öl und Weihrauch, also nur das Geringste und ohne Herrlichkeit wie der reuige Sünder, der zum HERRN kommt. Allen wurde durch ihr Opfer, unabhängig vom finanziellen Wert desselben, vergeben. Gott geht es nicht um die Größe von Opfern, sondern um die Buße, die wir für unsere Sünden tun. Dementsprechend ist es das Allerwichtigste, dass wir unsere Schuld dem HERRN bekennen. Damit steht uns erst der Weg offen, seine Vergebung zu empfangen. Die Sündenvergebung, die dank Jesu Opfer für uns möglich geworden ist, stellt unsere Beziehung zum HERRN und unsere ungetrübte Gemeinschaft mit ihm wieder her.

Gebet: HERR, heute will ich zu dir kommen und meine Sünden bekennen. Vergib sie mir in deiner Gnade.

Ein Wort: Bekenne Gott deine Sünden