Veröffentlicht in 3. Mose, Levitikus

Das Sündopfer (I)

3. Mose 4,1-35 (19.20)

„All sein Fett aber soll er abheben und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen und soll mit dem Stier tun, wie er mit dem Stier des Sündopfers getan hat. So soll der Priester die Sühnung für sie vollziehen, und ihnen wird vergeben.“

Jeder Mensch sündigt immer wieder, wobei ihm noch lange nicht alle seine Sünden bewusst sind. Was für eine Gnade Gottes ist es, dass er seinen Sohn Jesus geopfert hat zur Vergebung aller Sünden, der bewussten wie der unbewussten! Zur Zeit des Alten Testaments brachten die Priester Sündopfer dar, um unbewusst auf sich geladene Schuld zu sühnen. Je größer die (geistliche) Verantwortung eines Menschen war, desto gravierender war seine Sünde für Gott, desto wertvoller musste das Opfertier sein. Auch das Sündopfer war ein Ganzopfer. Auf dem Altar verbrannte man aber nur das Beste des Tieres, Gott zum Wohlgefallen – so wie Gott auch an Jesus, unserem Sühneopfer, großen Wohlgefallen hatte. Das Blut wurde an den Altar gesprengt bzw. dort ausgegossen, denn Sünde kann nur mit Blut gesühnt werden. Der Rest des Tieres wurde außerhalb des Lagers, also des Wohngebietes der Israeliten, verbrannt. Unser Körper ist von sündiger Natur, und er wäre nicht geeignet, ins Gottes Reich zu gehen (1. Kor 15,50). Darum werden wir bei Jesu Wiederkommen einen anderen, geistlichen Leib bekommen. Nicht der Sünder selbst opferte das Sündopfer, sondern der Priester. Jesus ist der Hohepriester, der für unsere Sünden in die Bresche gesprungen ist.

Gebet: Danke, HERR, für deine Vergebung.

Ein Wort: Jesus ist unser Hohepriester