Veröffentlicht in 2. Mose, Exodus

Der Vorhof

2. Mose 38,1-31 (8)

„Und er machte das Becken aus Bronze und sein Gestell auch aus Bronze von den Spiegeln der Frauen, die vor dem Eingang der Stiftshütte Dienst taten.“

Um die eigentliche Stiftshütte wurde ein Vorhof mit Hilfe von Behängen abgetrennt. Hier geschah die Vorbereitung auf die Begegnung mit dem lebendigen Gott. Den Mittelpunkt bildete hier der große Brandopferaltar. Dazu gehörte ein Becken mit Gestell, das der Reinigung mit Wasser diente. Beide Gegenstände sollten helfen, das Haupthindernis für die Begegnung mit Gott zu überwinden: unsere Sünde. Dies geschieht durch die Buße und ein Opfer. Im Alten Testament wurden hierfür täglich Tiere geopfert – für uns hat Jesus das Opfer endgültig schon gebracht. Die vielen Edelmetalle, die für die Errichtung der Stiftshütte notwendig waren, kamen aus den freiwilligen Gaben und dem halben Silberschekel der Abgabe. Interessanterweise kam die Bronze des Beckens für die Reinigung aus einer besonderen Spende: sie stammte von den Spiegeln der Frauen, die vor der Stiftshütte dienten, und die damals aus Metall waren. Ein Spiegel hat große Anziehungskraft, indem er unseren Fokus auf uns selbst richtet. Selbstzentriertheit ist eine Sünde, die nicht nur Frauen betrifft und die uns daran hindert, Gott den angemessenen Platz im Mittelpunkt unseres Lebens zu geben.

Gebet: Herr, ich möchte mich von meinen Spiegeln trennen, die meine Aufmerksamkeit auf mich selbst richten. Reinige mein Herz, damit ich dir begegnen kann.

Ein Wort: Bereite Dich auf die Begegnung mit Gott vor!