Veröffentlicht in 2. Mose, Exodus

Salböl und Räucherwerk

2. Mose 30,22-38 (30,25)

„Und mache daraus ein heiliges Salböl nach der Kunst des Salbenbereiters.“

Der Abschnitt enthält Anweisungen für die Herstellung von heiligem Salböl und Räucherwerk. Das Salböl wurde verwendet, um die Stiftshütte und ihre Geräte sowie die Priester damit zu salben und damit Gott zu weihen. Es durfte nicht zweckentfremdet werden. Das Räucherwerk sollte beim Räucheropfer in der Stiftshütte verbrannt werden, wo Gott den Menschen im Gebet begegnen wollte. Salböl und Räucheropfer hatten eine definierte Zusammensetzung, die nicht beliebig abgeändert werden durfte. Die Weihe eines Menschen und das Gebet sind eigentlich geistliche Vorgänge, die durch das Wirken des Heiligen Geistes geschehen. Aber hier gab es offenbar dennoch etwas, was die Menschen hierfür konkret vorbereiten sollten. Salböl und Räucherwerk haben eine Gemeinsamkeit: sie verströmen einen besonderen Geruch. Gott kommt es offenbar nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf den Geruch unseres Glaubenslebens an. Als Maria Jesu Füße mit einem Pfund Nardenöl salbte, wurde das Haus von dem Duft ihrer Liebe und Hingabe erfüllt (Joh 12,3). Der Geruch unseres Glaubenslebens lässt sich viel weniger manipulieren als das Aussehen. Er entsteht durch die definierten Zutaten Glaube, Hoffnung und Liebe, von denen die Liebe am wichtigsten ist (1. Kor 13,13). Er ist entscheidend für den Einfluss, den unser Glaubensleben ausübt.

Gebet: Herr, lass mich heute in den Geruch meines Glaubenslebens mehr investieren als in das Aussehen.

Ein Wort: Welchen Geruch verbreitet mein Leben?