Veröffentlicht in Matthäus

Ich will’s tun, sei rein!

Matthäus 8,1-4 (3)

„Und Jesus streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will’s tun, sei rein! Und sogleich wurde er von seinem Aussatz rein.

Nach seiner Bergpredigt kam ein Aussätziger zu Jesus und fiel vor ihm nieder. Aussatz oder Lepra ist wie ein Sinnbild für die Sündenkrankheit. Sie fängt unmerklich an und verursacht keine Schmerzen, zerstört aber allmählich den ganzen Körper. Aufgrund der großen Ansteckungsgefahr mussten die Leprakranken außerhalb der Gesellschaft in Isolation leben. Der Aussätzige hier übertrat diese Vorschriften, um zu Jesus zu kommen. Er bat ihn demütig und glaubte, dass Jesus, der Herr, ihn von seiner Krankheit reinigen könnte. Selbst wenn er ihn nicht heilen würde, wäre er bereit, das zu akzeptieren. Jesus streckte seine Hand aus, um den Mann anzurühren. Das war für ihn wahrscheinlich die erste Berührung eines Gesunden seit Jahren. Jesus möchte auch uns von unserer Sündenkrankheit reinigen. Er hat keine Berührungsängste. Wir dürfen so zu ihm kommen, wie wir sind, und ihn um Reinigung und Heilung bitten. Der Geheilte sollte sich dem Priester zeigen, der die Heilung als Erster sehen und Zeuge davon sein sollte, indem er die Umstände prüfte und das Zeugnis bestätigte. So würde der Geheilte wieder in die Gesellschaft integriert werden. Diese Heilung ist das erste der Wunder Jesu im Matthäusevangelium und offenbart seine Vollmacht.

Gebet: Herr, wenn du willst, kannst du mich von meiner Sünde reinigen.

Ein Wort: Jesus will dich rein machen