Veröffentlicht in Psalm

Ich hoffe auf den HERRN

Psalm 26,1-12 (1)

„Von David. HERR, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig! Ich hoffe auf den HERRN, darum werde ich nicht fallen.

In diesem Psalm ruft David den Herrn um Hilfe an. Er sieht sich im Recht, weil er unschuldig ist. Wenn aber der Herr nicht eingreift, wird der Psalmist womöglich sein Recht nicht bekommen. Darum legt er Beweise für seine Sache vor. Zunächst einmal soll Gott selbst ihn doch auf Herz und Nieren prüfen. Dann betont er, dass er in Gottes Wahrheit wandelt, weil er Gottes Güte kennt. Darum wandelt er nicht im Rat der Gottlosen, noch tritt er auf den Weg der Sünder, noch sitzt er, wo die Spötter sitzen (Ps 1,1). Heuchelei und Bosheit sind ihm ein Ekel; er hütet sich davor. Stattdessen liebt er es, im Haus Gottes zu sein und laut die Wunder und Wohltaten Gottes zu verkünden. Sollte Gott etwa zulassen, dass er hinweggerafft wird wie ein Sünder, der nicht Buße tut? Der Psalmist hält an seiner Unschuld fest. Er vertraut darauf, dass Gott sich seiner Sache annimmt. Er lobt den Herrn, noch bevor er dessen Beistand konkret erfährt. In Lukas 18,1-8 lehrt Jesus am Beispiel einer bittenden Witwe, dass seine Auserwählten ebenso zuversichtlich und nachhaltig zu Gott rufen und um Hilfe bitten sollen.

Gebet: Herr, du bist heilig, gerecht und gut. Ich hoffe auf dich und deine Gerechtigkeit. Danke, dass du mich trotz meines Versagens nicht fallen lässt.

Ein Wort: Ja, ich hoffe auf den Herrn