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… dass der König der Ehre einziehe!

Psalm 24,1-10 (7)

„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!“

Psalm 24 beschließt den Bogen, der mit Psalm 15 begann. Erneut begegnet uns die Frage, wer zu Gott kommen darf (15,1). Nur ist das hier nicht der Kernpunkt. Man nimmt an, dass David diesen Psalm verfasste, als er die Bundeslade nach Jerusalem und dort zum Berg Zion brachte, wo später der Tempel errichtet wurde (2. Sam 6). Jedenfalls beschreibt er eine Prozession. Die Verse 1-2 verkünden Gott als den Schöpfer und Eigentümer aller Welt. „Er hat das ganze Weltall geschaffen, alles ist ihm untertan“, heißt es in einem Lied. Welcher Mensch wäre qualifiziert, zu diesem allmächtigen Gott zu kommen und in seiner Gegenwart zu bleiben?! Habe ich unschuldige Hände? Ein reines Herz? Halte ich mich fern von Lug und Trug? Der Psalmist sagt, dass Segen und Gerechtigkeit uns von Gott gegeben werden, wenn wir ihn aufrichtig suchen und nach ihm fragen. Dann fordert er zweimal, dass Tore und Türen weit und hoch geöffnet werden, um den König der Ehre zu empfangen. Wieviel Raum benötigt bzw. beansprucht der Schöpfer und Herr der Welt, unser König? Wieviel Raum bin ich bereit, ihm zu geben? Bin ich wirklich an ihm persönlich interessiert oder mehr an seinem Segen? In Lukas 7,36-50 sehen wir, dass eine Sünderin das Richtige tat, ein Pharisäer leider nicht.

Gebet: Herr, danke, dass ich zu dir kommen darf, weil du mich gerecht gemacht hast. Ich will dich im Herzen und vor den Menschen ehren.

Ein Wort: Offene Türen, offene Herzen für den Herrn