Veröffentlicht in Psalm

Der HERR ist mein Hirte

Psalm 23,1-6 (1)

„Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Dieser wohl beliebteste Psalm beschreibt in zwei verschiedenen Bildern die herzliche Beziehung zwischen Gott und dem Psalmisten. Im ersten Abschnitt sieht der Psalmist Gott als Hirten und sich selbst als Schaf. David war als Junge selbst ein Schafhirte gewesen; er wusste genau, wovon er sprach. Man hat den Eindruck, dass der Hirte sich voll und ganz auf das Wohl dieses einen Schafes konzentriert. Bei dem Hirten gibt es keinen Mangel. Er weidet sein Schaf, erfrischt und erquickt es. Damit sorgt er sowohl für Nahrung als auch für die damit verbundene Rast und Ruhe. Der Hirte führt sein Schaf auf dem besten Weg, auch wenn dieser manchmal gefährlich werden kann. Aber gerade in der brenzligsten Lage ist die Beziehung zwischen Hirte und Schaf noch inniger („du bist bei mir“, nicht: „er ist bei mir“!). Jeder von uns darf eine so innige Beziehung zu dem Guten Hirten Jesus haben (Joh 10,1-15). Im zweiten Abschnitt sieht sich der Psalmist als Gast eines opulenten Festmahls. Seine Feinde sind außen vor; sie können ihm nichts mehr antun. Der Herr aber (wieder „du“!) kümmert sich ganz persönlich um das Wohl seines Gastes. Der Psalmist stellt fest, dass ihm Gutes und Barmherzigkeit folgen wie ein Schatten. Viele Menschen jagen nach dem „Glück“ und wissen das, was sie schon haben, nicht zu schätzen. Gottes Leute haben ihren Schatz in Ihm.

Gebet: Herr, du bist mein Hirte und ich bin dein Schaf. Führe mich heute und jeden Tag meines Lebens.

Ein Wort: Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen