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Die Himmel erzählen die Ehre Gottes

Psalm 19,1-15 (2)

„Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkünigt seiner Hände Werk.

Dieser Psalm ist der Mittel- und Höhepunkt des Bogens von Psalm 15-24. Er proklamiert die Herrlichkeit Gottes in seiner Schöpfung (2-7) und in der Torah (8-15). In unserer mitteleuropäischen Gesellschaft werden (Taub-) Stumme marginalisiert. Aber der Psalmist stellt fest, dass die Himmel (Gestirne), die Feste (Atmosphäre) und auch die Tage und Nächte eine deutliche Sprache sprechen. Sie verkündigen die Herrlichkeit Gottes, des Schöpfers („El“). Alle Welt (nicht nur „Gläubige“) kann ihre Sprache empfangen und verstehen (Röm 1,19-20). Ist es nicht herrlich zu sehen, wie die Sonne am Himmel strahlt? (Sie strahlt auch bei Regenwetter!) Gott („Jahwe“) offenbart sich aber auch in einer für uns direkter verständlichen Weise – in seinem Wort. Der Psalmist verwendet sechs Ausdrücke, um Gottes Herrlichkeit in der Torah zu beschreiben. Was bewirkt Gottes Wort im Menschen? Erquickung, Weisheit, Erkenntnis, Freude, Erleuchtung, Reinheit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit. Gottes Wort ist kostbarer als Gold und süßer als Honig. Das liegt auch daran, dass es uns warnt (wenn wir uns darauf einlassen). Unser Gott ist kein kleinlicher Bürokrat, der uns unsere Sünden vorhält. Wir sollen ihn aber auch nicht provozieren, dass wir unsere Sünden verborgen halten könnten. Lassen wir uns nicht von der Sünde beherrschen!

Gebet: Herr, du bist der allmächtige Schöpfer und wunderbare Ratgeber. Du kennst mich, und so komme ich zu dir, wie ich bin. Verzeihe mir die verborgenen Sünden!

Ein Wort: Ich komme zu dem herrlichen Gott