Veröffentlicht in Psalm

Herzlich lieb habe ich dich, HERR!

Psalm 18,1-31 (2)

„Und er sprach: Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke!

Dieser Psalm ist ein fulminantes künstlerisches Meisterstück von David. Wir finden es fast identisch in 2. Samuel 22, wie eine Zusammenfassung seines Glaubenslebens. Heute betrachten wir: Davids Gotteslob und Hilferuf (2-4 / 5-7), Gottes Kommen und Eingreifen (8-16 / 17-20), Davids und Gottes Charakter (21-25 / 26-30). Vers 2 beschreibt, was David sein Leben lang bewegte: Gott, den er in jeder Lage erfuhr, zu lieben. In neun Substantiven mit „mein“ fasst er seine Erfahrung mit Gott zusammen. (Welche Metapher spricht dich besonders an?) Wenn David Gott um Hilfe anrief, ging es oft um existenzielle Sorgen. (Wir dürfen aber auch in alltäglichen Anliegen Gott um Hilfe bitten.) Wenn Gott (uns) zu Hilfe kommt, wenn seine Füße die Erde (die doch sein Fußschemel ist) berühren, kommt die Welt ins Wanken; niemand und nichts kann ihm widerstehen. David beschreibt diese rettende Hilfe, als habe Gott ihn vom Ertrinken gerettet, obwohl eine solche Begebenheit nicht überliefert ist. Aber genau so fühlte er sich. Vers 20 zeigt, dass Gott viel mehr tut, als wir erbitten; er führt uns weiter. David begründete seine Liebesbeziehung zu Gott sowohl mit seinem eigenen Charakter (Gerechtigkeit, Reinheit, Gehorsam) als auch mit Gottes Charakter (lies 26-28 laut!). Sein Fazit ist: Der HERR macht meine Finsternis licht.

Gebet: Herr, ich liebe dich herzlich, weil du mich zuerst geliebt hast. Lass deine Liebe auch in schwierigen Zeiten in und aus mir hell leuchten.

Ein Wort: Herzliche Liebe