Veröffentlicht in 2. Mose, Exodus

Ich will mit deinem Mund sein

Exodus 4,1-17 (12)

„Nun aber geh hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.“

Mose erinnerte sich noch gut an die Ablehnung, die er durch sein Volk erfahren hatte. Deshalb konnte er sich nicht vorstellen, dass die Israeliten jetzt auf ihn hören würden. Gott gab ihm daraufhin die Vollmacht, drei Zeichen zu wirken: sein Hirtenstab wurde zu einer Schlange und verwandelte sich in den Stab zurück. Seine Hand wurde aussätzig und anschließend wieder ganz gesund. Das Wasser aus dem Nil sollte zu Blut werden, wenn Mose es auf das trockene Land gießt (dieses Zeichen konnte Mose nicht direkt ausprobieren). Trotz dieser Zeichen war Mose immer noch nicht bereit. Er wies darauf hin, dass er keine Begabung zum Reden habe. Tatsächlich brauchte er sich aber um das, was er sagen sollte, keine Sorgen zu machen. Gott selbst wollte ihn lehren, was er sagen soll. Doch Mose blieb weiter bei seiner Weigerung: „Sende, wen du senden willst.“ Nun war sogar Gottes Geduld langsam erschöpft und er wurde zornig. Trotzdem ging er weiter auf Mose ein und stellte ihm seinen Bruder Aaron als Sprecher zur Seite. Schließlich konnte Mose Gottes Berufung annehmen. Gottes Berufung ist nicht von unseren Fähigkeiten abhängig. Fehlende Begabung ist für Gott kein Hindernis. Wir können jederzeit sicher sein, dass Gott uns mit seinem Auftrag nicht allein lassen wird.

Gebet: Herr, ich danke Dir, dass Du mich berufen hast. Ich fühle mich nicht für meine Aufgabe geeignet, aber ich vertraue darauf, dass Du mir helfen wirst.

Ein Wort: Gott lehrt dich, was du sagen sollst