Veröffentlicht in 2. Mose, Einführung, Exodus

Einführung zum Buch Exodus

Das zweite Buch der Bibel beschreibt die weitere Geschichte der Nachkommen Jakobs, die in Ägypten zu einem großen Volk geworden sind. Der Name „Exodus“ bedeutet „Auszug“. Das Buch Exodus berichtet jedoch nicht nur von dem Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten, sondern auch von dem Bundesschluss und der Gesetzgebung am Berg Sinai und der Errichtung der Stiftshütte als Ort der Begegnung mit dem unsichtbaren Gott. Gott offenbarte sich Mose mit seinem Namen Jahwe = „ich werde (mit euch) sein“.

Das Buch Exodus gibt uns in vieler Hinsicht eine Vorausschau auf die Errettung in Jesus Christus. Das Passalamm, das die Israeliten zur Abwendung der zehnten Plage opferten, ist ein Hinweis auf Jesus, das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt. Nur durch Jesus können wir unser altes Leben in der Sklaverei der Sünde verlassen. Das Opfersystem zeigt klar die Sünde als das zentrale Problem der Menschen und die Buße (Reinigung) und das stellvertretende Opfer als den Weg der Errettung. Auch heute möchte Gott einen Bund mit uns schließen – durch das Blut Jesu. Heute ist die Gemeinde, die Gemeinschaft der Gläubigen, das von Gott erwählte Volk.

Das Buch Exodus kann in sechs Abschnitte unterteilt werden:

Gott befreit sein Volk aus Ägypten                      1,1-15,21
Gott führt sein Volk in der Wüste                        15,22-18,27
Gott schließt mit seinem Volk einen Bund      19,1-24,14
Anweisungen für den Bau der Stiftshütte       24,15-31,17
Bruch und Erneuerung des Bundes                    31,18-34,35
Die Errichtung der Stiftshütte                               35-38

Veröffentlicht in 2. Mose, Exodus

Die Hebammen fürchteten Gott

Exodus 1,1-22 (17)

„Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von Ägypten ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben.“

Gott erfüllte seine Zusage an Abraham, Isaak und Jakob und machte ihre Nachkommen in Ägypten zu einem großen Volk. Josefs Verdienste um Ägypten gerieten in Vergessenheit. Die Ägypter begannen, sich vor den immer zahlreicher werdenden Migranten zu fürchten. Der Pharao versuchte, die Israeliten unter Kontrolle zu bekommen, indem er sie durch Zwangsarbeit bedrückte. Doch je größer die Bedrängnis wurde, umso mehr vermehrten sich die Israeliten. Dieses Phänomen können wir auch bei Christen beobachten, die verfolgt werden. Ohne solche Bedrängnis hätten die Israeliten auch keine Motivation gehabt, aus Ägypten auszuziehen. Schließlich griff der Pharao zu einem extremen Mittel: die hebräischen Hebammen sollten alle neugeborenen Söhne der Israeliten töten und nur die Mädchen am Leben lassen. Doch Schifra und Pua fürchteten Gott, den Schöpfer allen Lebens, mehr als den Pharao, den mächtigsten Mann der damaligen Welt. Deshalb widersetzten sie sich seinem Befehl, obwohl es ihr eigenes Leben in Gefahr brachte. Gott half ihnen, eine weise Antwort zu finden, als sie zur Rede gestellt wurden. Darüber hinaus segnete er auch ihre Familien. Wenn wir den lebendigen Gott fürchten und seinem Wort folgen, dann werden wir frei von Menschenfurcht und zum Segen für andere Menschen.

Gebet: Herr, vergib mir meine Menschenfurcht. Lehre mich, dich zu fürchten und dir unter allen Umständen zu folgen und mache mich dadurch zum Segen.

Ein Wort: Gottesfurcht macht uns frei