Veröffentlicht in 1. Timotheus

Die sündigen, weise zurecht

1. Timotheus 5,17-25 (20)

„Die da sündigen, die weise zurecht vor allen, damit sich auch die andern fürchten.“

Paulus ermahnt, dass man die Ältesten einer Gemeinde hochachten und ehren soll, vor allem diejenigen, die den Predigtdienst versehen. Obwohl Timotheus viel jünger als die Ältesten war, sollte er auch sie, wenn es nötig war zurechtweisen, aber nicht ohne zwei oder drei Zeugen. Geistliche Zurechtweisung ist eine der schwierigsten Aufgaben eines Gemeindeleiters. Dabei muss er sozusagen neutral bleiben, so dass er niemanden begünstigt oder mit Vorurteilen betrachtet. In jeder Gemeinde gibt es ehrgeizige und fleißige Menschen. Paulus warnt Timotheus niemandem zu schnell die Hände aufzulegen und geistliche Verantwortung zu übertragen. Ein geistlicher Leiter muss das innere Motiv eines Menschen erkennen können, ob dieser von Herzen für Gott arbeitet oder selbstsüchtige Ziele verfolgt. Es gibt offenkundige Sünder und heimliche Sünder. Ein Leiter soll dafür Einsicht haben, auch für die offenkundigen guten Werke und die im Verborgenen.

Gebet: Herr, danke für die Ältesten meiner Gemeinde. Hilf mir zu lernen, diejenigen zurecht zu weisen, die sündigen.

Ein Wort: Weise zurecht, damit sich auch die anderen fürchten