Veröffentlicht in 2. Chronik

Der HERR ist gerecht … und gnädig

2. Chronik 12,1-16 (6)

„Da demütigten sich die Obersten in Israel mit dem König und sprachen: Der HERR ist gerecht.“

Hochmut kommt vor dem Fall. Gott hatte Rehabeams Gehorsam nach der Spaltung des Landes gesegnet. Gott hatte seine Familie und sein Land gestärkt. Doch als der König mächtig war, wurde er hochmütig und ignorierte Gottes Wort. Und das ganze Volk (wörtlich: „ganz Israel“) mit ihm. Gott ließ ihre Untreue auf sie zurückfallen, indem er dem Pharao mit seiner Armee erlaubte, das verheißene Land zu überfallen und zu berauben. Erneut kam der Prophet Schemaja mit dem Wort Gottes zu Rehabeam und den Obersten Judas. Wie reagierten sie darauf? Sie demütigten sich vor Gott. Sie bekannten, dass Gott gerecht ist. Es war gerecht, dass er sie in die Hand des Pharao gab. Sie hatten die Strafe für ihre Untreue verdient. Als Gott sah, dass sie einsichtig waren, erwies er sich als barmherzig. Zwar durfte der Pharao große Beute davontragen. Auch sollte Gottes Volk den Ägyptern untertan sein – und erleben, was es heißt, die liebevolle, gerechte Herrschaft Gottes zu ignorieren. Zugleich verhieß Gott ihnen baldige Errettung. Rehabeam konnte jedenfalls weiter regieren und wurde wieder mächtig. Der Chronist betont, dass in Juda „noch manches Gute“ gefunden wurde. Wir können von ihm lernen, auf Gutes zu achten und es zu betonen. Zugleich sollen wir uns hüten, einen Menschen durch Lobhudelei zu überhöhen.

Gebet: Herr, vergib mir meinen Hochmut und meine Untreue. Ohne deine Gnade bin ich nutzlos und verloren. Danke für deine rettende Liebe in Jesus.

Ein Wort: Demütige dich vor dem Herrn