Veröffentlicht in 2. Chronik

Auf dem Berge Morija

2. Chronik 3,1-17 (1)

„Und Salomo fing an, das Haus des HERRN zu bauen in Jerusalem auf dem Berge Morija, wo der HERR seinem Vater David erschienen war, an der Stätte, die David auf der Tenne Araunas, des Jebusiters, zubereitet hatte.“

König David hatte festgestellt, wo der Tempel errichtet werden sollte: auf dem zu Jerusalem gehörenden Berg Morija. An diesem Ort hatte Abraham auf Gottes Befehl hin seinen Sohn Isaak opfern sollen; in letzter Sekunde hatte Gott dieses Opfer abgewendet und Abraham an Isaaks Stelle einen Widder geschickt (Gen 22). Gott selbst stellte also das Opfer. Auf dem Berg Morija endete auch die Plage, die wegen Davids Schuld über Israel gekommen war (1. Chr 21). Somit war es ein Ort der Vergebung. Er war von Gott bestimmt und geeignet, dass Gottes Volk ihm hier in besonderer Weise begegnen könnte. Hier sollten sie Gott danken und ehren, ihre Schuld bekennen und Gott um Hilfe bitten. Hier sollten sie Vergebung und Erhörung erfahren. Der bedeutendste Teil des Tempels war das Allerheiligste (8-14). Dort, hinter einem Vorhang, stand der Gnadenthron Gottes zwischen den Cherubim. Nur einmal im Jahr durfte der Hohepriester das Allerheiligste betreten; dabei musste er ein Opfer für seine eigenen Sünden und die des Volkes bringen (Hebr 9,7). Als Jesus am Kreuz für unsere Sünden starb, zerriss aber der Vorhang; wir können jetzt ohne menschlichen Vermittler jederzeit freimütig zum Gnadenthron Gottes kommen (Hebr 4,16).

Gebet: Herr, ich komme zu dem Kreuz und danke dir, dass du selbst das Opfer zur Vergebung meiner Schuld geworden bist.

Ein Wort: Hin zum Kreuz, wo wir Gott begegnen dürfen