Veröffentlicht in 1. Korinther

Ich bin allen alles geworden

1. Korinther 9,19-22 (22)

„Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette.“

Paulus war ein freier Mann. Er war auch frei vom Gesetz, unter dem er früher als Pharisäer gelebt hatte. Er war deshalb nicht gesetzlos, weil er unter dem Gesetz Christi lebte. Doch Paulus lebte nicht, um seine Freiheit zu genießen. Ihm ging es darum, dass Menschen errettet werden. Dafür war er bereit gewesen, sich jedermann zum Knecht zu machen. Er wollte Menschen für Christus gewinnen. Dafür wurde er den Juden wie ein Jude, denen unter dem Gesetz wie einer, der unter dem Gesetz lebt, denen ohne Gesetz wie jemand, der ohne Gesetz lebt. Er wurde sogar den Schwachen ein Schwacher. Das erinnert uns an Jesus, der ein sterblicher, schwacher Mensch wurde, um mit uns zu sein und uns zu erretten. Auf alle Weise wollte Paulus einige retten. Dafür kam er den Menschen entgegen und holte sie dort ab, wo sie waren. Dafür verleugnete er seine Gewohnheiten, seine Bequemlichkeit und seine Freiheit. Durch einen Pharisäer Paulus konnten so nicht nur viele religiöse Juden, sondern auch viele Heiden gewonnen werden.

Gebet: Herr, hilf mir, dass ich mich selbst verleugne, um den Menschen, die ich retten will, entgegenzukommen.

Ein Wort: Auf alle Weise einige retten